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2 (1879) Lob - Zuneigung
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Pädagogik.

A. T. von außen her durch das Gesetz, sondern im Innern durch GlaubenILiebe. Tie Aengstlichkcit der Inden wich nun einem fröhlichen Vertrauen ans s,ilLiebe Gottes, während ihre Gewissenhaftigkeit, zarter aber und innerlicher, ein K, Ides christlichen Charakters blieb. Wodurch die Griechen stch ausgezeichnet hatten, ü".. " Auffassung endlicher Tinge mußte in die Christenheit An'

geistvolle und liebevolle , , . .

gehen mit Ausschluß jenes Leichtsinns, der mit dem Mangel der wahren GoneÄifkenntnis zusammenhieng. Von den endlichen Dingen war jetzt keines unbedingt vnirchjlich, die Fähigkeit, mit jeder Gestalt des Lebens in Natur und Geist, soweit sie«ist und auch in Hoffnung, daß sie es werde, sich innerlich zu befreunden, war kgründet; alle in der menschlichen Natur liegenden Richtungen und Gegensätze wamdurch die Realität der Idee der gottvereinten und gottähnlichen Menschheit zu all-seitiger Harmonie des Lebens gewährleistet und gesichert. Und die mit solchem Gn,»;">charakter gestiftete Gesellschaft bildete sich nun durch Vermittlung des christlicheFamilienlebens auch zu einem neuen Geschlechts ans mit edleren auf das höhere Klgerichteten Anlagen, gleichsam zu dem universalen Volksthum der Christenheit.

So war das Christenthum im Princip. Aber, sollte es zum beherrscheLebensgeiste der Menschheit werden, so mußte es in eine neue Entwicklung des Mir-lebens' eingehen. Und wie in jeder irdischen Entwicklung der Wuchs, welcher all-dem reisen Samenkorn der Stiftung hervorgeht, sich zunächst vereinseitigend durch un-vollkommenere, rohere Formen und Strebungen, gleichsam durch Holz- und Um-bildung hindurch, in diesen sein höheres Wesen dem Auge verhüllend, erst spater zrBlüten und endlich wieder zu seinem Ausgangspuncte, zu der Lebenssülle nmFrüchte gelangt, so mußte es nun auch hier sein. Der Baum derbedurfte nicht allein zu seiner äußern Größe, sondern auch zu seiner innern Turö-gestaltung in dem Geiste des christlichen Volkes einer Reihe von Jahrhunderten, Mauch jetzt sind wir nicht an das Ziel gelangt. Kein Wunder, daß das Christentumnicht so bald die von ihm zu erwartenden Culturfrüchte trug. Einen großen wwichtigen Theil unseres Culturbesitzes dürfen wir keineswegs als reines Erzeug«seiner Produktivität ansprechen. Jene vorchristlichen Culturen Griechenlands, R»Israels haben uns dabei vorgeleuchtet, und diese Einwirkung dauert noch jetzt seitsie ist uns im ganzen zu einer sehr wesentlichen Förderung geworden, zum Theil cksauch zu einer beschränkenden Fessel, die nur durch die vollendete Entwicklung dueigentlich christlichen Geistes gelöst werden kann. Mag dieses zu beklagen sein; d«noch jetzt fortdauernde große Bedeutung des A. T. für unsre Bildung läßt sich ichleugnen , ebensowenig wie die der elastischen Studien; ja sie wird wachsen, je »ll-gemeiner diese Bildungskreise zugänglich und verständlich werden. Wie diese Bild«das Christenthum selbst eingeleitet hatte, so war sie, in Verbindung mit seiner wmittelbaren Einwirkung, geeignet und bestimmt, auch später die Menschen zu eimklarem und fruchtbarem Erfassung desselben hinüberzuleiten, und sie vermag dieses mtjetzt. Hierauf gründet sich die Berechtigung einerseits der elastischen Studien auf miswSchulen überall, wo eine tiefere Bildung erstrebt wird, und andererseits einer fleißig!«mit pädagogischer Weisheit geordneten Benutzung des A. Testaments beim Religi«-unterricht, wenn nur das Christenthum selbst dabei in den Vordergrund gestellt nick

2. Die allgemeine Natur und Bestimmung des Menschen begrenzt sich »««auf verschiedene Weise zu Besonderheiten, die nicht minder wichtig für die Erzieh««sind. Sie bilden zugleich mit der formellen Endlichkeit, wonach wir auch das Gleit!außer uns haben und zur Ergänzung bedürfen, die Grundlage der Gesellschaft, ß-begegnet uns hier zuerst wieder der Unterschied der Altersstufen, sofern dieselbe«als Lebenszustände verschiedener Menschen gesellig auf einander wirken, und geradhierauf beruht ja die Erziehung als ein geselliges Verhältnis. Das Kind schaut ;«dem Erwachsenen hinauf als zu seinem Ideal, es sucht ferner in ihm die Stiistderen es bedarf, es anerkennt, von einem natürlich-sittlichen Gefühl geleitet, in ih«iden beherrschenden Mittelpunkt seines Thuns und Lassens. Der Erwachsene andm-scits erbarmt sich der Schwäche des Kindes und dient nicht bloß den gegenwärtigBedürfnissen, sondern auch der Lebensaufgabe desselben; er beherrscht es durch PHVorbild unh durch die Energie und Weisheit seines Wollens, er nimmt es auf m»Gemeinschaft seines Lebens. Dieses Verhältnis ist freilich, damit es rein sich k"