Pädagogik.
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Plane mitzuwirken hat; sie ist aber auch ihrem Gegenstände und Inhalte nach wesent-M' Liebe Gottes, und ein Geschöpf wird nur danu recht geliebt, wenn es eben alsiMchöpf Gottes geliebt wird. Entsprechend aber dem Gegensatz von Gefühl und Be-!«bmng, von Glauben und Willen erscheint auch die Liebe in doppelter Gestalt, als»Liste der Zufriedenheit, des Friedens und der Freude im Gemüth, und als Liebe desfeurigen Strebens, der Lust des Werdens und Wirkens in der Praxis des Lebens.
b. Die Principienlehre hat ferner die leiblichen Beziehungen der Seele zu be-twcbten. Das Verhältnis von Leib und Seele im allgemeinen bezeichnen wir, mitWcrioerfung sowohl der materialistischen wie der spiritualistischen Auffassung, als einenharmonischen Dualismus, in welchem beide als selbständige und gleichwürdige Wesenihre Gegensätzlichkeit durch göttliche Befreundung aufs innigste zu gemeinsamem Lebenhrrkimpft haben, so, daß sie sich in allen ihren Lebenstendenzen bedingen und fördern,fteilich auch beschränken, aber eben dadurch auch ihr gemeinsames Leben zu der eigent-lich menschlichen Energie und Fülle erhöhen. So im Ideal und in der ursprünglichen. Lüftung und Anlage. Aber auch dieses Verhältnis ist der Entwicklung unterworfen,! siint in den Schwankungen derselben kann auch, wo von einer Seite das Maß über-schritten wird, der Consensus in Antagonismus Umschlagen. Dies hat die Erziehungtzvahl zu beachten, aber sie darf ja nicht wähnen, das leibliche Leben sei nur einHindernis des geistigen, und cs komme alles Unvollkommene und Irrige im intellec-Dclleii, alles Fehlerhafte und Schwache im sittlichen Leben auf seine Rechnung. Auchsider Körper hat sich nicht selten über den Geist zu beklagen, wenn dieser seine Kräfte- stiisbraucht oder überspannt. Er hat einen großen Theil seiner Bewegungskräfte undl Des Nervensystems sammt den Sinnesorganen den: Geiste zu Gebote gestellt und zu! dessen Zwecken eingerichtet; er eröffnet uns das Gebiet der Natur; in ihm sind die«isiigen Anlagen und Triebe uiedergelcgt und bewahrt, noch ehe der Geist selbst ihrerMig werden kann. Er entwickelt sich in Ucbereinstimmung mit den Zwecken desHsteö und läßt sich willig von ihm in den vernünftigen Grenzen beherrschen; dabeiimiet er von ihm die nöthige Pflege und Hülfe, ja Zucht. — Es ergiebt sich aus»Verhältnisse eine doppelte Sorge, eine diätetische und eine gymnastische,die Diätetik, übernimmt die Pflege und Zucht des Körpers in denjenigen Func-desselben, welche nicht unmittelbar, sondern nur durch Darbietung oder Ent-l Vung von Bedingungen unter den Einfluß des Geistes gestellt sind. Sie saßt hier-i ki Nahrung, Kleidung und Obdach, Reinigung, Lüftung, Heizung, Beleuchtung in'S! Aiizc; sie läßt auch den leiblichen Verkehr mit den Kindern, namentlich die Zärtlich-f keitscrweisungen nicht unbeachtet, deren Nebermaß verweichlicht; sie weiß in allen diesen^Beziehungen Strenge und Milde thcils gleichzeitig in dem herrschenden Mittelmaß,Hils im Wechsel nach Gelegenheit und besonder» Zwecken zu vereinigen, damit sowohlim Selbständigkeit und Reactionsfähigkeit des Organismus (Abhärtung) wie auch fürWir Weichheit (nicht Weichlichkeit) und Empfänglichkeit gesorgt werde. Die pädago-i ziehe Gymnastik ist die Erziehung der Seele zur Beherrschung des Körpers und diei Nung und Gewöhnung dieses letzteren zum Gehorsam in denjenigen Thätigkeiten des-i M», welche dem Willen der Seele unmittelbar untergeben sind. Es gehört hierherstMiehmlich das ganze Bereich der willkürlichen Muskelbewegung mit der TurnkunstWnt verwandten Künsten, aber auch das Nervensystem, soweit es unmittelbar der SeeleUffM, also die Uebungen der Sinne, die Hebungen zur Ueberwindung des Schwindels,ttsielbit die Arbeit des Denkens, insofernc sie eine Mitwirkung des Gehirns bedingt,^angestrengt, aber auch geschont werden muß. — Zu der Lebensgemeinschaft von. stund Seele gehört auch die Symbolik, womit der Leib die Thätigkcit der SeeleWatet. Schon die Gestaltung des Leibes gehört hierher, unter dem phystognomischenff Phrenologischcn Gesichtspuncte betrachtet. Doch walten hierbei auch Beziehungen»"er reellen Mitwirkung. Bloß ideell ist die Begleitung des Seelenlebens durch das"fiel der Mienen und Geberdcn, durch den Ton und die Modulation der Stimme.
iiegt eine unmittelbare Sprache des Gefühls und der praktischen sowohl wie»»ihlichen Stimmung, gesprochen und verstanden ohne Erlernung. Sic ist pädago-^ M wichtig thcils als Mittel der Erziehung, theils als Gegenstand derselben; ihrtheils in ihrer Natürlichkeit und Wahrhaftigkeit, theils in ihrer Mäßigungö > Schönheit. Das wichtigste Gemeingebiet dieser Art ist jedoch die eigentliche