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2 (1879) Lob - Zuneigung
Entstehung
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Pädagogik.

pflegen. Tenn obgleich er in der Entwicklung des Gei,tes ans der Anschauung hervorgeht, so beruht er doch an sich aus der Idee, und weiset daher auf diese hin.

Tie Idee tbeilt die Allgemeinheit mit dem Begriff, das Leben und die Selt>Müdigkeit mit der Anschauung. Aber sie ist nicht bloß dein Bewußtsein gegenüberwie die Anschauung, sondern an sich selbständig und nur abhängig von höher,,Idee«wofern sie nicht selbst die höchste ist. Sie ist lebendig nicht un Sinne des gewirkt!«Lebens, sondern als Leben schaffende Activität, so daß sie selbst der KraftininelpW,des endlichen Lebens wird, sofern der Mensch sie ergreift und sein Ich mit ihr idenstficirt. Begriff und Idee werden oft verwechselt; aber der höchste und zugleich leichtes,,, jBegriff ist etwas, die höchste und zugleich schwerste Idee ist Gott. . ,

Tie subjective Seite des Erkennens ist das Fürwahrhalten oder der Glaub,/ 'Es ist kein Widerspruch, wenn hiebei der objcctivsten Function unsers Seelenleben-' 'welche alle subjectiven Beimischungen znrückweist, eine subjective Seite zugeschriebuswird; denn der Glaube ist nicht ein zur Erkenntnis hinzugcbrachter subjectiver Aa,> ^sondern er ist die durch die Wahrheit in uns erzeugte Subjectivität, d. i. die princiviell, . -Kraft der Wahrheit selbst, in uns zu der mistigen geworden. Die Wahrheit gewinnst 'uns, im genauen Wortverstande; wie wir mit ihr ursprünglich in der Vcrnunftanlap,eins sind, werden wir es, indem wir glauben, in persönlicher Wirklichkeit. Ties gi>,unmittelbar freilich nur von den Ideen. Die Gewißheit der Sinnenwelt scheint«rein objcctive zu sein, das Fürwahrhalten ein abgenöthigtes oder sich von selbststehendes. Jedoch eine nähere Untersuchung zeigt, daß ohne allgemeine Voraussetzung!»«principieller Art, namentlich ohne Anwendung des Causalitätsbegriffes die Bilder bistSinne uns ebensowenig wie die der Phantasie von dem Dasein eines reellen Leben-äußer uns überzeugen würden. Aber jene Voraussetzungen sind unbewußt und mcg,»deswegen wohl Gefühl aber nicht Glaube genannt werden. Das begriffliche Teck»andrerseits ist zwar vollkommen bewußt; aber die Begriffe, da sie abstract sind, ko,msich nicht selbst bewähren, die folgerichtigste Verkettung derselben bleibt hypothcW jwenn sich ihr Anfangspunct nicht entweder an die Wirklichkeit der AnschaunngSirH -oder ai, die der Ideen anlehnt. Nur diese bewähren sich selbst und gewinnen uWselbstbewußtes Leben. Doch findet der unmittelbare Glaube in zweifellosester GeivWheit und zu vollster persönlicher Freiheit nur in der Erkenntnis Gottes seinen Plis.,welche allein im Stande ist, mit der völligsten Hingebung zugleich die vollkenniiech'Befriedigung des Selbstbewußtseins und die reinste Harmonie des Seelenlebens z»begründen. ^!

Die pädagogische Erkenntnislehre hat noch von den Momenten zu reden, in welligsich die Erkenntnis vollzieht, sofern sie ein Proceß unserer Thätigkeit ist. Diese M.mente sind Aufmerksamkeit, Erfassung (Perceptiou) und Aneignung. MWesen, Ideal und Bedingungen der ersten beiden dieser Acte besteht unsers Wisp^keine wesentliche Differenz unter den Theoretikern. Nur über die Aneignung erlaiibePwir uns daher wenige Worte. Die Kraft, wodurch Erkenntnis irgend welcher APangeeignet, d. i. zu einem bleibenden Besitz der Seele gemacht wird, kann nur!nämliche sein, wodurch sie für uns entstanden ist und sich vollendet hat. Es kmtjalso bei der Erkenntnis auf die Energie der Aufmerksamkeit und auf die Vollkommffheit der Perscption an, und wenn beide nichts zu wünschen übrig ließen, soschon ihr einmaliger Vollzug den bleibenden Besitz verbürgen. Sofern dies nicht dFall ist, so ist Wiederholung nöthig, doch so, daß dabei diese Energie und Vollkomiwheit sich wirklich steigern. Sobald die Aufmerksamkeit ermattet, die Erfassung inirtständig und oberflächlich wird, so schadet die Wiederholung. Die Anschauung »daher in ihrer Lebendigkeit und Innigkeit und in ihrer Lbjectivität reproducirt wer!»der Begriff muß sich wiederholt vollziehen in der vollen Activität des denkenden Äwußtseins zugleich mit einer lebendigen Erinnerung. Die höchste und vollste Thätizseit der Seele aber erfordert die Idee; vor allem die Wiederholung jener zugleich stjcctivcn wie subjectiven Erhebung zur innern Einheit des Bewußtseins mit dein an stWahren, welche den Glauben ausmacht, und diese Wiederholung hat nicht bloßg-alegentlich, sondern in täglicher Jnnignng zu geschehen. Hierbei ist die Klarheit lPbegrifflichen Erkenntnis, als die objcctive Seite des Glaubens, eingeschlossen; ist»das Bewußtsein der Idee kann sich nicht wiederholen ohne die denkende RcprednctiP