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Ökonomische Arbeiten.
oder ganz ungenügend, oder wird an eine fremde Person und oft genug an dieallein gehängt, was alles stom Ucbel ist. Solche Kinder, die den Rn; des
Zusammenlebens mit der Mutter, der geregelten Geschäftigkeit in der Familie,
kennen lernen, vielmehr frühe schon zum Geldverdienen ungehalten werden, entgeh,selten der Gefahr, bald den ganzen oder thcilweisen Verdienst als ihr Eigentum,
»sprechen, geizig und hart gegen Vater und Mutter zu werden und densohn in Hoffart und Genußsucht zu vergeuden. Es ist für das Hauswesen und 'kKiudcrerzicbung von unberechenbarem Schaden, wenn die Hausmutter vom Centr«!des häuslichen Walteus verdrängt wird.
Das Richtige wird im allgemeinen getroffen im gesunden Mittelstand, m daFamilien des begüterten Bauern und Gewerbsmannes, und der sogenannten gebilda»Stände. Hier besteht zwischen der geistigen und sittlichen Ausbildung der Kinder«der Hebung in häuslichen Arbeiten das rechte Verhältnis. Die Mutter ist die Tal,des Hauses und an ihrer Hand lernen die Kleinen so frühe als thunlich die reschiedenen Seiten der häuslichen Thätigkcit anzufassen. In der Behandlung derTfifigewinnt das Kind nicht nur Geschick und Fertigkeit, sondern cs übt sich im richtizi!Anschauen und Beurtheilen der Verhältnisse, gewöhnt sich an Aufmerksamkeit «!Pünctlichkeit, übt den Sinn für Ordnung und Reinlichkeit und schärft seinen VerstulsDaß eine solche Lebensweise nicht in allen Familien der Mittelstände herrscht, isi krigreislich. Eine Ausnahme, die oft für gut angesehen wird und doch tadelnswerth >sufindet sich da, wo die geschäftige und überpünctliche Mutter wähnt, alles selbe/«!am besten besorgen zu mäßen, und darüber die Anleitung ihrer Kinder versäumt. '
Weit weniger Rücksicht auf die Hebung in häuslichen Arbeiten wird in tuhöheren Ständen genommen. Das Familienleben bietet hier nicht so ungesackt«sonst die Gelegenheit dazu dar (s- d. Art. Handarbeit). Eine zweckmäßige Gelegechü,aber zu machen, davon halten mancherlei Gründe ab. Man glaubt die Freiheit krKinder, die schon durch das theoretische Lerucn zu sehr beschränkt erscheint, nicht Mitnoch durch häusliche Arbeiten vermindern zu dürfen. Eine gewisse Ungebundenheit wWildheit in den Entwicklungsjahren hält man für geboten und setzt voraus, dichtreiferen Jahren Kenntnis und Geschick in den häuslichen Dingen, soweit cs nöthig hi,bald gewonnen werden. Noch häufiger aber hält hievon wirkliche oder eingebildiiiVornehmheit ab. Oder aber, wenn man so vernünftig ist, in der Arbeit der Ki»knichts standeswidriges zu erkennen, so mäßen es doch feinere Arbeiten sein. Dickkommt eS, daß manche Tochter aus reichen:, vornehmem Hause zwar eine bewundere-werthe Gewandtheit in künstlichen Arbeiten besitzt, dagegen in den einfachsten Tinzi.des Hauswesens unerfahren und ungeübt ist. Und wird nun auch vor dem Ein»in den Hausstand ein Curs im Kochen und Nähen genominen, so hat man doch ke«erfahrungsmäßige, sichere Kenntnis der Stoffe und ihrer Verwendung, der GÄH'und Einrichtungen gesammelt; man weiß sich in Führung des Hauswesens nicht»rathen, kann die Dienstboten nicht mit Sachkenntnis beaufsichtigen und seiner Zeit «tseine Kinder zn häuslichen Arbeiten nicht anleiten. Hiegegen kann man übrigens stmanchen höherstehenden und wahrhaft gebildeten Familien mit Freuden eine Reactmwarnehmen, die znr Natur und zu der bessern alten Sitte znrückkchrt.
Ein weiteres Hindernis besteht in einseitiger Bevorzugung der geistigen istschäftigung. Das Lernen in der öffentlichen Schule und im Privatunterricht,Lesen, das in Lesewuth ausartet, das Musiciren, auch wo die natürliche Begab«!fehlt, läßt man in einer Menge von Familien, oft bis tief in den Mittelstand hcrnnfijso sehr alle Zeit und Kraft der Kinder verschlingen, daß keine Zeit und Lust Wbleibt, sich in ökonomischen Arbeiten zu üben und einem überreizten, unpraktischen »garbeitsscheuen Wesen zu entgehen.
Man sicht, in den breiten Mittelständen findet sich noch am ehesten das riWVerhältnis zwischen geistiger und körperlicher Erziehung in der Anleitung der Kinl-.,zu häuslichen Geschäften, während diese in den untern und ober:: Regionen bis z«»IVerschwinden zurücktreten. Die Extreme berühren sich auch hier.
Fragt nmn, ob diesen für das ganze Volk wie für das einzelne FanüüenWI
verderblichen Einseitigkeiten nicht abgeholfen werden könne, so ist darauf nicht Weine befriedigende Antwort zn geben. Wir haben hier das innere Gebiet des