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Naturfilm.
feinsten Takr des Erziehers erfordert, um die streitenden Interessen des Nr,blicken ich ^Sckönen, der Rechte jedes Naturwesens mit denen des Herrn der Erde zu versöhne»Tie ersten Naturdinge, an denen der Zariber der Schönheit empfunden wist'sind immer schönfarbige: der Regenbogen, das Abendroth, der Mond, bunte Blume»Früchte und Thiere. Darum scheint der Farbensinn frühe Pflege zu verdienenNatürlich hat man dem jüngeren Kinde die Vorliebe für reine und kräftige Farben z»! kgönnen; dem älteren muß man — was am besten beim Binden von Blnmcnsträup - ?!geschieht — den Werth der matten und gebrochenen Farben fühlbar zu mache» suche», l «Die Empfänglichkeit für die Reize des Helldunkels und für die sanfte FarbenhaniMie - ieines großem Naturbildes geht gewöhnlich erst dem reiferen Jünglinge auf. k
Auch das Verständnis der Formen kann der Erzieher dem jugendlichen Natur! Hsinne erleichtern. Am frühsten scheinen die Kinder von derr Formen gewisser Blu«' 1und Früchte angezogen zu werden und man wird wohl thun, ihnen derartige zu;»-! iführen, die durch edle Einfachheit verständlich sind. Die Neigung des Kindes, tu kGestalten organischer Wesen mit denen bekannter Dinge zu vergleichen, hat der Er ^zieher möglichst zu fördern. Bald darf er auch versuchen, die Gesetze der Zahl mt LStellung, der Blütentheile einer oder der andern leichtverständlichen Blume finden;«l1lassen. Eine zweckmäßige Ueburrg für den Formensinn ist das Beschauen einer Reh» ivon Pflanzenblättern, dre man für den wiederholten Gebrauch in ein Buch cinlezm «und trocknet. Für reifere Schüler ist das vergleichende Studium der Baumgeripst 11im Winter, sowie der einzelnen Körpertheile bekannter Thiere zu empfehlen. i lAm spätesten geht den Kindern, wie den Völkern, der Sinn für die Schoch»"der Landschaft auf; er erwacht gewöhnlich erst im Jünglingsalter und auch dm 'selten, ohne durch den Einfluß der Kunst geweckt worden zu sein. Darum hüte i«»sich, den Knaben zur Bewunderung zu zwingen und unverstandene oder hcuchlench" ,Ausrufe ans ihm herauszulocken; man zeige ihm durch das Vorbild, wie man eim >schönen Landschaft innige Thcilnahme widmet, ohne ihn zu einer seinem Westliche -entsprechenden Thcilnahme zu nöthigcn; man schelte ihn nicht, wenn er der lebendig!«!Staffage mehr Aufmerksamkeit schenkt, als der Terrainform und der stimmungsvoll!« >Farbe. Reifere, ernste Kinder werden am besten in das ästhetische Verständnis daLandschaft eingeführt, wenn ihnen der Begleiter zuerst die wesentlichen Bestandtheil!des Hinter-, Mittel- und Vordergrundes nach ihren Formen und Verbindungen mn»iund charakterisirt, damit sie sich ein klares Bild des Reliefs einprägen, wenn er ihm«dann die Mitwirkung der Vegetation, der Bewässerung und der Staffage andeulitwenn er sie endlich auf die Färbung der Luft und der irdischen Gegenstände, mWolkenschatten, auf die Gesetze der Luftperspective aufmerksam macht, und später«einer andern Stelle, nach einer zu stiller Beschauung gegebenen Frist, eine Landschchdurch den Schüler beschreiben, endlich wohl auch den zu Hause gebliebenen eine Aus^sicht aus dem Gedächtnisse schildern läßt. Die Anwendung eures kleinen Com!spiegels erleichtert dem Anfänger das Zusammenfassen des großer: Bildes. NatürlÄ,darf, man die jungen Naturfreunde nicht immer nur an vielbelobte „schöne AuösW-prrncte" führen, welche oft dem Fernrohre mehr zu thun geben als dem Künstleraug«vielmehr muß man sie airleiten, solche oft vom Trosse der Touristen Übergang««Stellen aufzufinden, die der Maler als Studium liebt.
„Der tiefere Sinn für das Naturschöne wird erst auf dein Umwege der K» sgewonnen." Erst durch das Zeichnen, und zwar besonders durch das Zeichnen n«:der Natur, sowie durch das Anschanen guter Kunstwerke wird der Natursinn zu innig«Thcilnahme und sinnigem Genüsse befähigt. Da aber diese Förderungsmittel d«Naturstnnes in dem das Zeichnen betreffenden Artikel Besprechung finden werte»,übergehen wir sie hier und reden nur von einer Kunst, deren wärmender und Nklärender Strahl auch in die unbemittelten Häuser dringt, von der Dichtkunst.
Die deutsche Literatur ist so reich an natursinnigen Dichtern, daß zebust« ,Eltern selten eines Liedes oder Spruchs entbehren werden, um ein Naturfest, wies«ider Wandsbecker Bote mit den Seinigen feierte und jede Familie feiern sollte, dmdie Kunst zu weihen. Durch solche Anknüpfung der Poesie an das Leben wirdKind nicht allein zur sinnigen Befreundung mit der Natur gelockt, sondern auch aus»«schönste Art in das Reich der Kunst eirigeführt. Das im Freien gesungene Lied, d»-