Französijchc Sprache.
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weit immer thunlich in den Unterncht selbst verlegt. In dieser Hinsicht dürfte cs sichempfehlen, vvm Fibelnnterricht an alle neuen Vocabeln und Mustersätze durch münd-liche und schriftliche llebungen der mannigfaltigsten Art so lange zu üben, durch Mund,Ohr und Auge gehen zu lassen, bis sic haften. Hierin mag zugleich eine Anleitungliegen, wie die Schüler beim Mcmorirgeschäft am zweckmäßigsten verfahren.
Bei den metrischen wie prosaischen Musterstücken der oberen Classen versäumemau nicht, nachdem sie mit gehörigem Ausdruck vorgelesen worden, auch die logischeDisposition, das Ganze in seinen Grundzügcn und Theilcn in Kürze den Schülernvor Augen zu legen, ein Nachweis, der sic in den Stand setzt, auch eine längereReihe von Vorstellungen und Gedanken sicherer festzuhaltcn. Daß diese Mustcrstückein bestimmten Stunden aufgesagt werden müßcn, daß dabei, die älteren Aufgaben ingeregelter Folge wieder vorzunchmen sind, daß man überhaupt das Neue zu demAlten hinlernt, und daß somit keine folgende Classe den Memorirstofs der früherenüber Bord werfen dürfe, ist eine wesentliche Bedingung, wenn der oben bczeichncteZweck des Mcmorirens in befriedigendem Grade erreicht werden soll. Die andereebenso wesentliche beruht in der Art und Weise des Hersagens. Hast du auf dasrichtige und sichere Aufnehmcn eines Musterstücks ins Gedächtnis gedrungen, sodringe noch vielmehr ans das sinngemäße Hcrsagen, auf den Vortrag mit leben-digem Ausdruck. Hältst du in dieser Beziehung alles gedankenlose Leiern, alles gleich-gültige Plappern aufs entschiedenste fern, und gehst du selber allezeit mit tüchtigemRccitiren voran, so erweist auch die Schönheit und Vortrcfflichkcit des Musterstücksan den Schülern ihre ästhetisch und sittlich bildende Kraft und das Mcmorircn, sicher-lich aber das Recitircn wird zu einen: geistigen Vergnügen.
Wünschcnswcrth ist endlich noch, daß der Lehrer die Memoriraufgabcn selber aus-ivcndig wisse und nicht genöthigt sei, mit dem Buche in der Hand und vor Augeneinznübcn und abzuhörcn.
L. Der Grammatikunterricht.
Hicmit sind wir an das Hauptmittel gelangt, das der Schule gegeben ist, umdie fremde Sprache richtig, gründlich und bildend zu lehren, und dadurch den Schülersowohl zum rechten Sprachverständnis als auch zum lebendigen Sprachbcsitz zu führen.Wenn aber durch die Grammatik für den gcsammtcn französischen Unterricht das festeFundament gelegt und zugleich ein dauerhafter Aufriß bewerkstelligt werden soll, sokann es nicht zweifelhaft sein, daß dieses Hauptmittel jedenfalls das Hauptstudium,wenigstens der ersten Jahre ausmachcn, aber auch in den späteren Curscn durchausmit ganzen: Ernste betrieben werden muß. Daß wir die Vorthcile, welche der Gram-matikunten'icht bringen soll, nur beim systematischen suchen, ist aus dem früherGesagten bekannt. In demselben unterscheiden wir eine elementare untere und einegehobenere obere Stufe.
Tie untere, in den latcinlosen Anstalten wohl bis zun: zurückgelegten elften Jahregehend, ist der erste geregelte Gang durch die Grammatik; er führt durch die Laut-lehre, die Wortlehre, die Syntax, beschränkt sich aber in allem auf das im GebrauchUnentbehrliche und Nöthigere, sowie auf das zunächst Faßliche; demnach bleiben alleselteneren Formen, die Ausnahmsfälle, die feineren Unterschiede u. ä. beiseite.
Welches Material nimmt er nun in: einzelnen durch?
In der Lautlehre die Aussprache, das Lesen und Schreiben der Vocale, Eon-sonantcn, Diphthongen, Consonantenvcrbindungen, Sylben, Sprechsylben, Wörter,Wörtcrvcrbindungen. Die Laute treten natürlich in wissenschaftlich geordneten Gruppenoder Reihen und möglichst schnell in Sylben und Wörtern auf. Auf wohlverwendbares,zweckmäßig gewähltes Material ist sehr zu dringen, sowohl in den Wortartei: derNominal-, wie der Verbalgruppe. Jedenfalls vermeide man Namen von Dingen oderüberhaupt Wörter, welche erst spät oder nie in der Praxis Vorkommen. Die Laut-lehre fällt also hier mit dem ersten Fibelunterricht zusammen und liefert jene schonfrüher bezeichnet»: Uebungen in: Hören, Aussprechen, Ablcsen und Abschreibei: von derWandtafel, Lesen im Buch, Dictirtschreibcn und Memoriren. , Mit dem Hörenlerncnund Sprechensehcn und Nachsprechen fängt der ganze französische, auch der grammatischeUnterricht an: Im promter xus n knirs cknus l'instruotiou ä'nno InnKuo otrauAsro