Druckschrift 
1 (1877) A - Liebe
Entstehung
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Vorrede.

Das pädagogische Handbuch, dessen erster Band hiemit in die Leffentlichkeit tritt,spricht seinen Charakter schon auf dem Titel aus durch den Beisatz, daß es aufGrundlage der Encyklopädie des gesainmten Erziehungs- und Unterrichtswesens be-arbeitet sei. Es trägt demgemäß dieselbe Farbe, wie die pädagogische Encyklopädieund ist von demselben Standpuncte, vom Boden der evangelischen Kirche aus be-arbeitet, welcher wissenschaftlicher Forschung und individueller Ueberzeugung hinläng-lichen Raum gewährt und andererseits den Anspruch auf Unfehlbarkeit irgend welchermenschlicher Weisheit, auch der allerneusten Pädagogik und Psychologie, nicht anerkennt.Das Handbuch will über die für den Erzieher und Lehrer bedeutenden Fragen, alsoüber die wichtigeren Begriffe der Pädagogik und Didaktik und der angrenzenden Theileder Ethik und Psychologie mit Einschluß dessen, was zur körperlichen Erziehung gehört,dasjenige in gedrängter Kürze geben, worin der Herausgeber und die ihm Gleich-gesinnten die Ergebnisse der geistigen Arbeit der Jahrhunderte auf diesem Gebieteerkennen. Zu dem Ende sind die den genannten Wissenschaften ungehörigen Artikelder pädagogischen Encyklopädie mit freundlicher Genehmigung der ursprünglichenVerfasser theils von mir, dem Unterzeichneten, theils und hauptsächlich unter meinerLeitung von meinem früheren Schüler, Pfarrer Drehmann in Döffingen, einem imDienst der Schule wohlbewanderten Manne, in der Weise bearbeitet, daß sie dieleitenden Gedanken der betreffenden Artikel des größeren Werkes vollständig, größten-theils mit den eigenen Worten des Orginals, hie und da mit den im Lauf der Zeitnothweudig gewordenen Modificationen, aber in wesentlich abgekürzter Form wieder-geben. Erscheinen demgemäß einerseits die meisten Artikel über allgemeine Fragensehr bedeutend verkürzt, so sind andererseits diejenigen, welche die einzelnen Unter-richtsgegenstände behandeln, größtenteils von neuen, jedesmal Unterzeichneten Be-arbeitern eingehender und ausführlicher dargestellt, damit sie den Lehrern als eineArt Unterrichtswegweiser dienen können, nicht in dem Sinne, als sollten dieselbennun Schritt für Schritt und blindlings ihnen folgen, Wohl aber in der Absicht,damit sie vielfache Anregung zum Nachdenken über Stoff und Form des betreffendenGegenstandes darin finden sollen.