Französische Sprache.
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c) Tic Tictirübungcn der Schule müssen materiell und formell im engsten Zu-sammenhänge stehen mit den eben eingeübten Lese-, Lehr- und Lernstoffen, haben sichalso in wchlgcplanter Weise und als nothwendiges Glied in den übrigen französischenUnterricht einzufügcn. sie handeln mithin nicht über irgend einen beliebigen Para-graphen oder auch über gar keinen in Fibel oder Grammatik oder Chrestomathie, son-dern schließen sich bei den Anfängern in den Fibelunterricht ein, bei den Vor-gerückteren hauptsächlich an die Chrestomathie an.
ä) Tic Tictirübungcn müßen ferner zu geregelter Zeit auftrcten, sollen also nichtgelegentlich hie und da einmal oorgenommcn werden, wenn man gerade übrige Zeitzu haben meint oder nichts anders zu thun weiß.
e) Das Tictirtschrciben ist demgemäß keine selbständige Branche, braucht auchkeine besondere Gliederung; desgleichen ist auch durch e) die Frage schon beantwortet:was soll dictirt werden?
Sehen wir nun die Arbcitsanfgabe und das Lehrvcrfahrcn genaueran, so erkennen wir etwa Folgendes. Ter Anfänger soll dahin geführt werden, waser aus- und nachgesprochcn und in der Fibel gelesen, sofort auch abschrcibcn undTictando schreiben zu lernen. Um diese Aufgabe genügend zu lösen, muß ein ortho-graphischer Anschauungsunterricht zu Hülfe genommen werden, und durch denselben sollder Schüler mit Bewußtsein ansehen lernen, was er gedruckt vor sich hat und liest.Um diese innere Anschauung, Erfassung und Einprägung der Wortbildcr im Schülerhcrbcizuführcn, bedient man sich meistens des Turchbuchstabircns. Das möchten wirnicht tadeln, vorausgesetzt, daß cs nicht ins Gedankenlose fällt; gleichwohl rathen wir,auch das Verfahren des buchstäblichen Aussprcchens einer Probe zu unterziehen, vor-nehmlich bei Schülern, welchen die Basis der lateinischen Sprache mangelt. Ohnezu buchstabiren, ja ohne das französische Alphabet zu berücksichtigen, läßt man dieSchüler das neue Wort (denn die bekannten alten hat man unter allen Umständenauf der Seite zu lassen) buchstäblich so lesen und (in Sprcchsylbcn) so aussprcchcn,wie wenn cs ein deutsches wäre. Also Is üimanells lö dimauchö, ln centnins lazcntainö, lleursuso hcureusö, tontos tcutes. Tie Sache, obschon nur eine schulmäßigeAnwendung des phonetischen Prinzips, mag auf den ersten Anblick etwas seltsam er-scheinen; sie stellt sich aber besser dar, wenn man erwägt, daß, was jetzt stummerBuchstabe, cs einmal früher nicht war u. s. w., und noch günstiger, wenn man findet,daß die Anfänger durch dieses dcutschfranzösische Tonbild (wenn es gestattet ist, so zusagen,) eine richtige Vorstellung von der Schreibung des neuen Wortes fast unfehlbarerhalten und dasselbe in seinem vollen Buchstabcnbcstande schnell, richtig und fest ihremGedächtnisse cinprägcn. Es ist selbstverständlich, daß auf das Abschrcibcn eines Ab-sätzchcns daS Tictirtschrciben desselben folgen muß, und es ist hier, wie auch sonstbei allem, was Einübung der Orthographie zum Zwecke hat, unverbrüchliche Regel,ein und dieselbe Aufgabe ganz oder thcilweise so lange durchzunehmcn, bis sie fast vonallen Schülern fehlerfrei geliefert wird.
An diese Ucbungcn des vorbereiteten Tictirtschreibens, wobei anfangs die genauesteWiedergabe bezweckt wird, später auch eine freiere Benützung der angcschautcn Wort-bilder seitens des Lehrers Vorkommen kan», reiht sich das Nicdcrschreibcn von aus-wendig gelernten Stücken. Es heißt das nichts anderes als nicdcrschreibcn, was manaufs reichlichste zuvor gelesen und nun in der Stille sich selbst dictirt. Doch merkeman wohl: man mcmorirt nicht, um das Memorirte nachher orthographisch ver-wenden zu können, sondern, was ohnehin mcmorirt werden muß, das vcrwcrthet mandes guten Memorircns und der Orthographie wegen auch zum Tictirtschrciben.
"Ist nun in den ersten Jahren das eben beschriebene Verfahren sorgfältig cin-gebaltcn worden, so macht es später den Vorgerückteren nicht zu große Mühe, wennman Tictirstoff aus den Lesestücken der Chrestomathie auswählt, nachdem die-selben gründlich übersetzt und bis zur Fertigkeit gelesen worden sind. Also auchhier gebe man nur vorbereitete Dictale. Denn obschon diesen Schülern durch denGrammarikunterricht, durch den Nachweis der Abstammung der Vocabcln, durch Be-lehrung über Ableitungen, Zusammensetzungen u. s. w. in der Lesebuchstunde selberallerlei Hülfe gereicht worden ist, so dürfen wir doch nickst übersehen, daß für sie auchdie Zahl der stummen Buchstaben und Endungen und vornehmlich die der glcichlauten-