katcchisircn.
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daß er alles, was sie sagen können, ihnen zu sagen überläßt, und daß er formell denImpuls zu diesem Reden der Kinder in richtiger Weise zn geben wisse, ihnen alsoLust mache zum Reden, was theils durch die Freundlichkeit und Lebhaftigkeit seinesBenehmens gegen sic, theils und vornehmlich durch die geschickte Fassung der Frage zuerreichen ist, die weder zn viel noch zu wenig geben darf, die auch sprachlich stetscorrcct und bestimmt, und doch durch ihre Mannigfaltigkeit immer neu sein muß.Zweitens aber ist erforderlich, daß der Katechet das von den Kindern Gesagte raschaufnimmt und, was davon als Anhaltspunkt dienen kann, an der brauchbaren Seiteangreift, um es fortzuführen; eine Kunst, die ganz besondere Geistesgegenwart crhcisckt,weil die Antworten der Kinder oft in fremde Geleise führen, man also sogleich imStande sein muß, auf ihre Gedanken zwar einzugehen (denn mit bloßer Abweisungwird das Unrichtige nicht berichtigt), aber sie auf dem kürzesten Weg ins rechte Geleisezurückzubringcn.
o. Wenn wir endlich als nothwendiges Ingrediens ein gewisses Maß von Phan-tasie für den Katecheten fordern, so wird sich dies aus dem Gesagten rechtfertigen.Die Phantasie muß überhaupt in der Katechese dazu dienen, dem Verstandeselement,das so stark darin vertreten ist und dazu ein so großes Recht hat, das nöthige Gegen-gewicht zu halten.
6) Müßen wir nun hiernach für die Katechisirkunst eine speciclle Begabung for-dern: so ist doch ebenso gewiß, daß sie erlernbar ist und auch von dem dafür Begab-ten erlernt werden muß. Und zwar hat dies vorzugsweise durch selbstcignes Probirenund Ueben zu geschehen, so aber, daß 1. der Katechet von seiner eigenen Katechumenen-zeit her noch eine Erinnerung in sich trägt, er also das allgemeine Bild solch einesVorganges sich nicht erst schaffen muß; 2. daß jedem katcchctischen Versuche eine Cen-sur folgt; 3. daß, nachdem man schon selbst angefangcn, zu katcchisircn, die theoretischeEinführung in die Katechetik durch mündlichen Vortrag derselben und durch Studiumder einschlägigen Literatur den rechten wissenschaftlichen Gesichtspunct, den historischenUeberblick und die technischen Gesetze im Zusammenhang darbietct; endlich 4. daß manhie und da einen guten Katecheten hört.
7) Das Zustandekommen des einzelnen katechetischen Actes ist sodann ein sehreinfaches. Unvorbereitet soll ohne zu dringende Noth keiner katechisiren; die Vorberei-tung wird wesentlich nichts sein, als das Durchdenken des Textes. Der Gang desGespräches wird in der Regel durch die Reihenfolge, in der die Textmomcnte vor-liegen, sich bestimmen, doch kann es unter Umständen dem Zwecke logischen Verständ-nisses besser entsprechen, von jener Folge abzuweichcn. Immer ist cs aber das Beste,vom Gegebenen, vom Worte des Textes auszugchen, nicht Allgemeines oder Fern-liegendes vorauszuschicken, um von da aus erst zum Textwort zu gelangen. DieHauptideen und ihre wesentlichen Beziehungen, wie die bestimmenden Momente fürdie Entwicklung (wodurch häufig die Katechisation sich in einen analytischen und syn-thetischen Theil zerlegen läßt), thut der Anfänger wohl, sich schriftlich zu notiren undins Gedächtnis zu prägen, damit er den Faden nicht verliert und nicht in Wieder-holungen gcräth; auch die einzelnen Fragen und Antworten auszuarbeitcn ist nur dem-jenigen als Exercitium anzurathen, der noch nicht Sprachfertigkeit genug hat unddarum erst durch solches Mittel die richtige Fassung der Fragen lernen muß. Soausgerüstet tritt der Katechet unter die Kinder; ob mit lautem Gebet angefangcn undgeschlossen wird, hängt davon ab, ob der Act einen gottesdienstlichen Charakter hatoder nicht, und ob er als Confirmandenuntcrricht für sich besteht, oder in den Schul-unterricht als Stundenpensum eingereiht ist. Sofort wird unter allen Umständen ambesten damit begonnen, den Text lesen zu lassen; es bedarf keiner Formalitäten, umcnls ihn vorzubereiten; was der Erklärung vorangeschickt werden muß, folgt viel besserdem Lesen des Textes nach. Aber schon beim Lescnlasscn ist wohl aufzumerken, daßnicht durch unrichtige Betonung zum voraus ein falscher Lrinn entsteht. Der Gangdes Gespräches ist sofort geregelt durch die Disposition, die zwar nicht nothwendigimmer dem Schüler anzukündigen ist, die aber doch in so weit auch ihm nahe gelegtwerden kann und soll, als er den allgemeinen Zweck eines Textes und das logischeGrundverhältnis seiner Theile wissen muß, um das Einzelne richtig aufzufassen. Fürdie weitere, detaillirte Behandlung des Stoffes, wie schon für seine Gewinnung, ist