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1 (1877) A - Liebe
Entstehung
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Instrumentalmusik.

Jesuiten, Jesuitenschulen.

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durchaus nicht zu schwer. Contrabaß kann erst bei stärkerem Wüchse erlernt wer-den. *)

Ob im Justrumeutaluntcrricht mehrere zusammcngenommcn werden sollen odernicht (d. h. so lange nicht, bis sie etwas gemeinschaftlich einstudiren und producirenkönnen), diese Frage entscheidet sich in der Regel von selber durch Zeit und Umstände;wer viele Schüler hat, ist gezwungen, mehrere zusammenzunchmen, d. h. jeden eineWeile allein spielen und die andern inzwischen zuhören zu lassen, so daß also dochjeder allein vorgcnommen wird. Sobald aber ein gewisses Maß von Notcnkcuntnis,Taktfestigkeit und Fertigkeit erreicht worden, hat das Zusammenüben seinen eigenenVortheil, indem cs den einzelnen thcils unwillkürlich fortreißt, theils aber ihn zwingt,ganz anders aufzumerken, als wenn er für sich allein spielt, weil jeder Fehler augen-blicklich ausfällt und das Ganze stört. Noch eine besondere Art des Zusainmenspiclshaben einzelne Musiklehrer ausgebracht, nämlich gleich am Anfang mehrere Schillergemeinschaftlich zu beschäftigen, z. B. auf mehreren Klavieren dasselbe gleichzeitig spielenzu lassen, um durch die Gleichzeitigkeit des Anschlags schon bei den ersten Uebungenden Takt- und Tonsinn energischer auszubilden. Allgemeiner ist aber diese Maniernicht geworden; mit gutem Grunde. Es ist nicht möglich, dabei dein einzelnen Schülerdie erforderliche Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen; cs bleibt mancher Defect, wenner auch dem Ohre des Lehrers nie entgehen sollte, doch ungerügt, weil man nicht alleAugenblicke die ganze Maschine anhalten will.

Intellektualismus in der Erziehung, s. Erziehung, falsche Rich-tungen.

Jnterstitium, s. Pause.

Introduktion, s. Amts ein Weisung.

Ironie, s. Lehrton.

Jähzorn, s. Selbstbeherrschung.

Jesuiten, Jesuitenschulen. I. Entstehung, Wesen und geschichtlicheStellung des Ordens im allgemeinen. Wie die katholische Kirche seit derZeit ihres Strcbcns nach der Weltherrschaft eine Menge von religiösen Gesellschaftenund Ordensverbindungcn aus ihrem Schoße hcrvorgebracht und in ihnen für die Zweckeder Völkcrerziehung und Völkerbeherrschung sich ihre dienstwilligsten Organe geschaffenhat, so war es im Zeitalter der Reformation und der beginnenden Gegenreformationvorzugsweise wieder die Reform älterer und die Bildung neuer religiöser Gesellschaften,worin die päpstliche Kirche das Rettungsmittel sah, um nicht bloß ihre erschütterteund bedrohte Herrschaft aufrecht zu erhalten, sondern: auch einen großen Theil ihrerbereits verlorenen Positionen auf den verschiedensten Lebcnsgebictcn, ganz besonders aufdem Gebiet der Erziehung und des Jugcnduntcrrichts, wieder zu gewinnen. Keinejener religiösen Verbindungen hat diese Zwecke in universellerer Weise ins Auge gefaßtund energischer verfolgt, keine hat insbesondere auf pädagogischem Gebiet eine so aus-gcbreitete und tief greifende Wirksamkeit entfaltet, als die Gesellschaft Jesu.

Die Reform der Erziehung und des Unterrichts im Geiste wahrer Humanitätund evangelischer Christi anität war eines der wirksamsten Vorbcrcitungsmittcl undeines der wohlthätigsten Resultate der Reformation gewesen. Das Erzichungsideal,welches der evangelischen Pädagogik vorschwcbtc, ist einerseits Befreiung der geistig-

*) Von bedeutenderen Anleitungen für die einzelnen Instrumente nennen wir hier die unsbekannten. Für Violine: die Violinschule des Pariser Konservatoriums, von Baillot, Rode undKreutzer; ferner Schulen von Nies, von Mazas, von Barnbeck. Für Violoncell: von Auber,von Baudiot, Catel und Lcvasseur, von Dotzauer, von Kästner. Für Contrabaß: von Slama.Für Flöte: von Hugot und Wunderlich, von Kummer, von Fürstenau, von Berbiguier. FürClorinette: von v. d. Hagen, von Lösch, von Baal. Für Fagott: von Neukirchner, von Tamblini.Für die Pauke: von Pfundt. Für die Orgel: von Knecht, von Rinck (mehrere Hauptwerke:der Choralsreund; neue Studien für das Choralspiel; theoretisch praktische Anleitung zumOrgelspielen; die drei ersten Monate auf der Orgel"); von Kllhmstedt (6rackus all parnassum);von Körner (der wohlgeübte Organist); von Becker (Tonstllcke für die Orgel); von Schütze(Praktische Orgelschule); von Kocher, Silcher und Frech (Orgelspielbuch). Fürs Harmonium:von Zundel.