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1 (1877) A - Liebe
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Felbiger.

gelehrt werden, in Tabellen und andern Aufsätzen so geordnet, daß .

wenn Schulleute darnach sich nur achten, alles sowohl ordentlich als I

gründlich und auch so viel, als der Jugend zu lernen nöthig ist, vor-getragen wird; man fangt in allen Dingen vom Leichtesten an und geht sodannerst zum Schwereren sort und lehret das zuerst, ohne welches das Folgende nichtkann verstanden werden."Für alle Dinge aber, die ins Gedächtnis sollen gefaßt x

werden, bedient man sich eines besonderen Vortheils nämlich der Buchstaben- j

Methode." Das Neue der Felbiger'schen Methode bestand also neben dem Katechi-siren (Abfragen des Mitgctheiltcn) einmal in dem Zusammen-Unterrichten,im Gegensatz zu der bis dahin herrschenden Unmethode, wornach ein Kind nach demandernaufsagte." Um jenes zu bewerkstelligen, sollten die Lehrer darauf dringen,daß die Kinder einerlei Lehrbücher hätten; wenn die Schüler etwas zu lesen oderherzusagen hatten, sollten alle in demselben Tone und demselben Momente dieselben sWörter sagen, und waren die Kinder, welche im allgemeinen dieselben Kenntnisse und 'Fähigkeiten hatten, in Eine Elaste zu vereinigen rc. Was sodann das Tab ellarisiren ^betrifft, so verstand (vgl. Hähn's eigene Abhandlung von der Litteralmcthode, 1777) !

Felbiger darunter den Gebrauch vonAufsätzen, wodurch man das, was Schülerlernen sollen, nach allen Hauptstücken und Nebendingen, Abtheilungen, Zusätzen und s

Bestimmungen dergestalt zusammengecrdnct hat, damit Lernende daraus nicht allein z

alles, was sie von dergleichen Sachen zu tristen nöthig haben, sondern auch die Ord- f

nung ersehen können, wie eins auf das andere folgt und zusammenvcrbunden ist." -

Es gab zweierlei Tabellen: 1) solche, welche in der Form von Stammbäumen mitKlammern eingerichtet waren, und 2) solche, in denen durch bloßes Einrücken der i

Anfangswörter jeder Zeile die Haupt- und Nebendinge und was zu jedem gehörte,unterschieden wurden.*) Sie sollten so angewendet werden, daß1) der Lehrer sieordentlich und deutlich auf eine große Tafel mit Kreide anschreibe; 2) die Schüler )diese sowie andere Dinge, welche nach dieser Lchrart auswendig gelernt werden, insGedächtnis fasten; 3) der Lehrer sodann das Angeschriebene wo nöthig erläutere, ;

darüber Fragen anstelle und mache, daß sie alles deutlich Ansehen; 4) immer dafür '

sorge, daß die Tabellen den Schülern eher beigebracht werden, als s

die Sachen, die sie betreffen, z. B. che die Kinder zu numcrircn oder zuaddiren anfangen, muß ihnen die Tabelle vom Numeriren oder Addircn bcigebracht -werden." Die hinzukommende Buchstabenmethode endlich bestand dann ^noch darin, daßder Lehrer die Wörter der Sätze und der Tabelle nur mit den An- sfangsbuchstaben auf der Tafel bezeichnet und dieselben mit Hinweisung auf die letztere ^

*) Probe: Die katechetische Tabelle Felbiger's. Erklärung: (K)atechismus (h)eißt (d)as(B)uch, (a)us (d)em (d)ie (J)ugend (d)en (ch)ristlichen (R)eligivnsunterricht (d)urch (F)ragm(u)nd (A)ntworten (e)rlernt. Die christliche Lehre handelt man ab

Ueberhaupt.

Hiehcr gehört, wasjedem Christen

Insbesondere.

Hieher gehört einedeutliche Erkennt-nis dessen, wasChristen

theils nothwendig zuwissen ist,

theils auch geboten undnützlich ist zu wissen,

/ glauben,

^ hoffen,i lieben,

< brauchen,i meiden,i üben,

V gewärtigen sollen,

daß ein Gott sei, der alleserschaffen hat und regiert,daß Gott ein gerechter Richtersei rc.

das apostolische Glaubens-bekenntnis,

das Gebet des Herrn,den englischen Gruß,zwei Gebote der Liebe rc.

was Gott geoffenbart hat,was er durch seine Kirche zuglauben vorstellt rc.