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Eomcnius.
bonccntration des Unterrichts.
Jacotot, erinnert, so mahnt C. mehr an Pestalozzi, dessen innerstes Wesen ebenfallsvon tiefer Religiosität und hingebender Liebe getragen war, und dessen Gedanken vonder Mutterschule, von dem hohen Werthe der häuslichen, namentlich mütterlichen Er-ziehung, von dem Anschauungsunterrichte, von dem in stufenweisem stetigem Fortschritteneben dem Wissen auszubildendcn Können, sämmtlich bei C. sich wiederfinden. Freilichkonnte auch er dem Einflüsse seiner Zeit sich nicht völlig entziehen; aber die dreididaktischen Gruudforderungen des C.: Muttersprache, Realien und eine bildendeMethode! blieben unvergessen, und, während sein ernster und tiefer Sinn an derspäteren Abgötterei des pädagogischen Realismus unschuldig ist, dienten jene Forde-rungen dazu, ein allgemeineres Nachdenken über die pädagogischen Aufgaben anzu-regen, wie es die seitherige gewohnheitsmäßige Praxis nicht gekannt hatte und dessenBewegung seitdem nicht wieder zum Stillstand gekommen ist.
Connnunalschulcn, s. Confessiousschulen.
Complottiren , d. h. heimliches Sichverbinden zu einem verbotenen Zweck,insbesondere zum offenen oder hinterlistigen Widerstand gegen das Eingreifen derTiscipliu, kommt sowohl in Schulen, als auch besonders unter den Zöglingen vonAlumnaten der verschiedensten Art nicht selten vor. Durchbrechung drückender Schranken,Verschaffung untersagter Genüsse, Unterschlcif bei Arbeiten sind die gewöhnlichstenMotive und Ableugnuug der Mitwisscnschaft nebst Versprechen der Geheimhaltungdas gewöhnlichste Band eines Complotts von Schülern. Die Gemeinsamkeit einesgewagten Unternehmens und die Uebuug praktischer Talente, denen die Schule nurallzuwcnig erlaubten Spielraune bieten kann, geben der Sache oft einen romantischenReiz, dem auch edlere Naturen nicht widerstehen. Heimliche Trinkgelage bilden wohldie häufigsten Veranlassungen.
Tie gefährlichsten Ccmplotie, welche feindselige Demonstrationen gegen die Er-zieher oder gar rfscuen Bruck des Gehorsams bezwecken, sind Gott Lob! in Deutsch-land fast unerhört, uni so gewöhnlicher aber in den militärisch orgauisirten AlumnatenFrankreichs. Herzloser Mechanismus der Tiscipliu, enge Einseitigkeit und Dcde desSchullcbcns, Masscnbchandluug und Zgnerirung der natürlichen Ansprüche verschiedenerAltersstufen und Charaktere befördern das Entstehen von Ecmplctten; liebevolles'Ein-gehen aus die Persönlichkeit, Verstattung und Anregung ästhetisch und moralisch för-dernder Privalbeschäfliaungcn, überhaupt individualisircnde Behandlung wird amsichersten Vorbeugen. Bei der Entdeckung eines Complottes ist große Strenge unver-meidlich. Sic treffe wo möglich die Anstifter, oder überhaupt einzelne, die sich durchRoheit, Trotz, Verletzung der Pietät kenntlich machen. Es ist nicht nur politisch,sondern auch moralisch richtig, dem Ccmplott gegenüber vor allen Dingen den Ge-danken der Solidarität, nach welchem die Schuld gleichsam dividirt wird, zu negirenund jeden einzelnen für die ganze Größe seines Vergehens so bestimmt verantwortlichzu machen, daß er sich nicht einmal darum zu kümmern hat, wenn gegen Mitschuldigeaus anderweitige Rücksichten Gnade geübt wird. Tie Untersuchung sei daher auchnicht zu inquisitorisch; man ergänze lieber die Grundlage des Urtheils durch dieKenntnis des anderweitigen Betragens der Betheiligten und lasse den Gedanken nichtauskommen, als könne die vorwiegende Bestrafung einzelner nur dann stattfinden,wenn diesen die Urheberschaft juristisch uachgewiescn werde. Solidarische Behandlungmuß zwar ausnahmsweise, z. B. für neue Lehrer, denen die Individualitäten nochunbekannt sind, trotz aller Uebelstände, selbst in Fällen, wo ein eigentliches Complottnicht vorliegt, gestattet werden; darf als Regel aber nur für so bösartige Fälle gelten,daß außer der Auslösung einer Elaste oder Schule, oder massenhafter Verweisung keinHeil mehr zu finden ist. Auch hiefür ist Frankreich der elastische Boden.
Concentration des Unterrichts. Concentrisch nennt der Mathematiker Kreisevon verschiedener Größe, welche einen gemeinschaftlichen Mittelpunct haben, von denenalso der kleinere gleichsam den Kern bildet, um welchen sich die größeren rings ingleicher Breite herum erstrecken. Concentration ist somit eine solche Beziehung ver-schiedener Gegenstände zu einander, daß sie einen gemeinschaftlichen Mittelpunct haben.Spricht man daher von Concentration des Unterrichts, so kann darunter nur einesolche Unterrichtsweise verstanden werden, nach welcher die Schule einen Kern hat,um den sich der Unterrichtsstoff extensiv so anlagere, daß er nie seine Beziehungen zu