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Abwechslung.
Achtung.
anstatt sie der Unstetigkcit zu entwöhnen. Die Abwechslung in der Schule soll unddarf vielmehr nur den Zweck haben, neue Kraft und Frische zu erhöhten Anstrengungenzu geben, und hieraus ergiebt sich
2) wo und wie Abwechslung eintrctcn soll,u. Abwechslung zwischen Arbeit und Spiel, zwischen geistiger undleiblicher Thätigkeit.
Ein solcher Wechsel ist in den Zwischenpausen oder freien Viertelstunden geboten.Sie sollen aber nickt bloß zum Ausruhen, zum Luftschöpfcn und zur Befriedigungnarürlicher Bedürfnisse, sondern auch für denZweck des schullebens benützt werden.In ihnen hat das Spiel sein Recht; durch dasselbe soll den Kindern eine körper-liche Bewegung als Gegengewicht gegen die geistige Anstrengung und das Sitzen gewährtwerden, und neue geistige Belebung geht davon auf die nächste Unterrichtsstunde über,b. Wechsel der Gegenstände.
Die rechte Abwechslung besteht darin, daß man für den Unterricht gegen-ständliche Mittel punclc, um die sich die gcsammte Thätigkeit desinnern Lebens gruppirt, gewinnt; ein solcher Unterricht ermüdet nicht, weilereineMannigfaltigkeit der Gegenstände darbietet; er zerstreut dagegen auch nicht, weil sieunter einander Zusammenhängen, so daß die Thätigkeit darin gesammelt und zu-sammengefaßt bleibt; die verschiedenen Thärigkeitsformen aber: Denken, Sprechen,Schreiben, Lesen, singen, Zeichnen bringen eine wohlthuende, erfrischende Abwechslungin die Stunden und dienen dazu, den Gegenstand nach verschiedenen seiten hin zuüben und sich immer weiter anzueignen. Die genauere Nachweisung muß dem Artikelüber Conccntratiou überlasten bleiben. Es genüge hier noch anzusührcn, daß diedem Inhalte nach verwandten Gegenstände nach einander zu legen sind, z. B. nachden Unterrichtsstunden in der Religion, Weltkunde u. s. w. folgen die Lese- und Auf-schreibestunden für die betreffenden Gegenstände.
e. Wechsel der Thätigkciten in den einzelnen Unterrichtsstunden.
Größere Kinder vermögen eine ganze Stunde lang aufmerksam zu sein; beijüngeren dagegen ist häufigere Abwechslung räthlich. In der bibl. Geschichte z. B:Erzählen des Lehrers, fragendes Durchgehen der Geschichte, Beschauen des biblischenBildes, Nacherzählen, Anwendung eines Spruches oder Liederverses auf die Geschichte,hie und da auch Gesang eingelegter Liederverse. Ebenso ist es in dem sprachlichenUnterrichte. Im Rechnen wechselt mit dem Kopf- das Tafelrechnen.
Hiernach bedarf es selbst für die Unterclaste nur insofern noch einer weitern Ab-wechslung, als die mechanischen Thätigkciten: Lesen und Schreiben innerhalb einerStunde ebenso mit einander wechseln als Sprech- und Memorir- und Anschauungsübungen.
ü. Wechsel im Lehrton und in der Lehrform (s. d. Art. Aufmerksamkeit).
e. Auch die äußere Regierung der Kinder und die Disciplin soll zur Abwechs-lung beitragen.
So entsteht Abwechslung zwischen Arbeiten und Spielen, geistiger und leiblicherUebung, Stehen und Sitzen, Sehen und Hören, Sprechen und Schweigen, Lesewund Schreiben, Empfangen und Wiedergeben.
Accidenzicn s. Besoldung.
Achtung, Ehrerbietung, Pietät, Frechheit. Unter Achtung (gegenübervon Menschen) verstehen wir das Gefühl von der Würde und den Vorzügen, welchejemand als intellectuelle und sittliche Persönlichkeit besitzt. Dieselbe wird zur H o ch-achtung, wenn wir von diesem Gefühle in einem besonders hohen Grade durch-drungen sind. Legen wir durch unser äußeres Verhalten diese Anerkennung au denTag, so beweisen wir Ehrerbietung. Bewahren wir gegen solche Personen, dieeinen wohlthäligen Einfluß auf unser Lebcnsschicksal und unsere Lebensentwicklungausgeübt haben, ein ehrendes, liebevolles Andenken, suchen wir insbesondere alleszu vermeiden, wodurch dieses Andenken verletzt werden könnte, so haben wir Pietät.Letztere bezieht sich ganz besonders auf abwesende und verstorbene Personen. AusPietät befolgt man testamentarische Bestimmungen oder sonstige Willenserklärungen,auch wenn keine juristische Verbindlichkeit dazu vorhanden ist. Aus Pietät bewahrtman die Lieblingsgegenstände eines Geschiedenen in möglichst unversehrtem und unver-ändertem Zustand; mau scheut sich etwas zu thun, wodurch derselbe, wenn er an-