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König war, denn ich komme zu Dir ohne Scepter nndohne Krone. Mein Gott! vergiß die Verbrechen desKönigs, nm Dich mir der Leiden des Menschen zn er-innern. Mein Gott! hier bin ich!"
Nnd Karl, der während er diese Worte sprach, sichimmer mehr erhoben hatte, gleichsam nm der Stimme, dieihn rief, entgcgcnzugchen, stieß nur einen Seufzer ausnnd fiel starr und unbeweglich in die Arme seiner Amme.
Mittlerweile nnd während die von Catharina be-fehligten Soldaten sich in der Flur aufstellten, durchwelche Heinrich kommen sollte, folgte dieser, von Renegeführt, dem geheimen Gange, erreichte die Schlupf-pforte, schwang sich auf das Pferd, das seiner harrte,und jagte nach dem Orte, wo er Herrn von Mou» znfinden wußte.
Bei dem Getöse seines Pferdes, dessen Galopp dassonore Pflaster erdröhnen machte, wandten sich plötzlicheinige Wachen nm nnd riefen:
„Er flieht! er flieht!"
„Wer flieht?" schrie die Königin Mutter, sich einemFenster nähernd.
„Der König Heinrich! der König von Navarra!"riefen die Wachen.
„Feuer!" sprach Catharina, „gebt Feuer auf ihn."
Die Wachen schlugen an; aber Heinrich war bereitszn weit entfernt.
„Er flieht!" rief die Königin Mutter, „er ist folglichbesiegt!"
„Er flieht!" murmelte de« Herzog von Alenyon,„ich bin folglich König!" ^
Aber in demselben Augenblick, nnd während Franzund seine Mutter noch am Fenster standen, krachte dieZugbrücke unter den Hufen der Pferde. Man vernahmWagengcklirre nnd ein gewaltiges Getöse. Ein jungerMann sprengte im Gckopp, gefolgt von vier Edel-lenten, welche wie er mit Schweiß, Staub und Schaumbedeckt waren, in den Hof und rief: „Frankreich!"