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Henriette drückte ihre Lippen auf die Stirne vonCoconnas und sprach zu ihm:
„Ich begreife Dich, mein Nnnibal, Und bin stolzauf Dich, Ich weist wohl, daß Dein Heldenmuth DeinenTod herbeifnhren wird, aber ich liebe Dich wegen DeinesHeldenmuthes. Vor Gott werde ich Dich stets mehr alsAltes lieben. Und was Margarethe für La Mole zu thungeschworen hat, das schwöre ich Dir, ohne zu wissen wases ist, auch für Dich zu thun,"
Und ste reichte Margarethe ihre Hand.
„Wohl gesprochen: ich danke," sagte Cöeonuag.
„Ehe Ihr mich verlaßt, meine Königin," sprachLa Mole, „noch eine letzte Gnade. Gebt mir irgendeinAndenken, taS ich küssen kann, wenn ich das Schaffotbesteige,"
„Oh ja," rief Margarethe, „sogleich. .
Und sie machte von ihrem Halse ein kleines goldenesReliquienkästchen los, welches von einer Kette von dem-selben Metall getragen wurde.
„Sieh hier," sagte ste, „eine heilige Reliquie,die ich seit meiner Kindheit trage. Meine Mutter hatsie mir um den Hals gehängt, als ich noch ganz kleinwar und sie mich noch liebte. Sie kommt von unseremOheim, dem Papst Clemens; ich habe ste nie von mirgegeben. - Nimm hin!"
La Mole nahm die Reliquie und küßte ste gierig.
„Man öffnet die Thüre!" rief der Kerkermeister.„Flieht, meine Damen, flieht!"
Die zwei Frauen stürzten hinter den Altar, wo sieverschwanden.
In demselben Augenblick trat der Priester ein.