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La Mole kehrte i» seine» Kerker, wenn auch nicht ebensoberuhigt,! doch beinahe eben so heiter als Coconnas zurück.
„Ich glaube, es geht Alles gut," sagte er.
Eine Stunde nachher hörte er Tritte und sah einBillet, das unter der Thüre durchgeschoben wurde, ohnedaß er die Hand wahrnchmen konnte, die ihm diese Be-wegung gab. Er nahm cs und dachte, die Depechekäme aller Wahrscheinlichkeit nach vom Kerkermeister.
Als er das Billet sab, erfaßte eine Hoffnung, beinaheso schmerzlich wie eine Täuschung, sein Herz. Er hoffte,dieses Billet wäre von Margarethe, von der er, seitdemer im Gefäugniß saß, keine Nachricht erhalten hatte.Er ergriff es zitternd, die Handschrift hätte ihn beinahesterben gemacht.
„Math," sagte das Billet, „ich wache."
„Oh!" rief La Mole, dieses Papier, das eine sotheurc Hand berührt hatte, mit Küssen bedeckend, „wennsie wacht, bin ich gerettet!"
Damit La Mole dieses Billet begreife, und'damiter mit Coconnas Glauben zu dem habe, was der P!e-montese seine u n si ch tb a r en S ch i ld e nannte, müssenwir den Leser in das kleine Haus, in das kleine Zimmerzuruckführcn, wo so Viele kaum verdunstete Wohlgerüche,so viele küße Erinnerungen, seitdem zu Leiden und Be-fürchtungen geworden, das Herz einer halb auf Sammet-ktffen zurückgeworfcnenen Frau brachen.
' „Königin sepn, stark sepn, jung sepn, schön seynund leiden, was ich leide!" rief diese Frau, „oh, dasist unmöglich!"
Dann stand sie auf in ihrer Bewegtheit, ging hinund her, blieb plötzlich stille stehen, stützte ihre bren-nende Stirne an einen eisigen Marmor, erhob sich wie-der, bleich und das Gesicht mit Thränen bedeckt, rangdie Hände unter schmerzlichen Ausrufungen und fiel aber-mals wie gebrochen in ihren Lehnstuhl zurück.
Plötzlich hob sich der Thürvorhang, der die Woh-Königin Margot. III. 7