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sollte»/ und das in einem völligen Leugnen bestand. Erwar also überzeugt/ daß mit einiger Gewandtheit seineSache die beste Wendung nehmen würde. Die Anklagenwaren nicht stärker gegen ihn und seinen Freund, als gegendie Andern. Heinrich und Margarethe hatten keinen Flucht-versuch gemacht; sie konnten also in einer Angelegenheitnicht gefährdet sehn, wo die Hauptschuldigen frei waren.Coconnas wußte nicht, daß Heinrich dasselbe Schloß be-wohnte wie er, und er erfuhr durch die Gefälligkeit seinesKerkermeisters, daß über seinem Haupte Protectionenschwebten, die er seine unsichtbare »Schilde nannte.
Bis jetzt hatten sich die Verhöre auf die Plane desKönigs von Navarra, auf die Fluchtversuche und aufden Antheil bezogen, den die zwei Freunde daran nehmensollten. Coconnas hatte beständig auf eine.mehr alsunbestimmte und mehr als gewandte Weise geantwortet.Ec schickte sich an, auf dieselbe Weise zu antworten und erbereitete zum Voraus alle seine Erwiederungen vor, a!S erwahrnahm, daß das Verhör plötzlich den Gegenstand änderte.
Es handelte sich um einen oder mehrere Besuche,welche bei Rene gemacht, um eine oder mehrere Wachs-figuren, welche auf Antrieb von La Mole verfertigt wordensehn sollten.
Wie sehr Coconnas auch vorbereitet war, so glaubteer doch zu bemerken, daß die Anklage viel von ihrerIntensität verlor, da es sich, statt von einem Verrath aneinem König, von der Verfertigung der Statue einer Kö-nigin handelte, überdies von einer höchstens acht bis zehnZoll hohen Statue.
Er antwortete daher sehr heiter, daß weder er nochsein Freund mehr mit Puppen spielten, und bemerkte mitVergnügen, daß wiederholt seine Antworten ein Gelächterzur Folge hatten.
Man halte noch nicht, wie der Vers, gesagt: Ichhabe gelacht und bin nun entwaffnet; aber dies warbereits viel in Prosa, und Coconnas glaubte seine Richterentwaffnet zu haben, weil sie gelächelt hatten.