Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
Seite
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Ja, Gotisch gelobt!" wiederholte Karl ironisch,Ich weiß mm, von wem mein Zustand hcrrnhrt, undWen ich folglich zu bestrafen habe."

Und wir werden strafen ,.

Herrn de La Mole; habt Ihr nicht gesagt, er wäreder Schuldige?"

Ich habe gesagt, er wäre das Werkzeug."

Wohl," sprach Karl, .zuerst Herrn de La Mole;das ist das Wichtigste, Alle die Krisen, von denen ichbefallen bin, können gefährlichen Verdacht um uns hererwecken. Es ist dringend, daß es Licht werde, und beidem Glanze, den dieses Licht von sich gibt, wird sich dieWahrheit enthüllen."

Also Herr de La Mole? ..."

Sagt mir vortrefflich als Schuldiger zu; ich nehmeihn an. Beginnen wir bei ihm, und wenn er einen Ge-nossen hat, so wird er sprechen,"

Ja," murmelte Cat'harina,wenn er nicht spricht,so wird man ihn sprechen machen. Wir haben untrüg-liche Mittel hiezu."

Dann fügte sie aufstchend laut bei:

Ihr erlaubt doch, Sire, daß das Verhör beginnt?"

Ich wünsche cs, Madame; je eher, desto besser."

Catharina drückte ihrem Sohne die Hand, ohne dasNervenzucken zn begreifen, das diese Hand bewegte, wäh-rend sie die ihrige drückte, und verließ das Zimmer, eben-falls ohne das sardonische Lachendes Königs und die furchtbare,dumpfe Verwünschung zu hören, die auf dieses Lachen folgte.

Der König fragte sich, ob keine Gefahr dabei wäre,wenn man diese Frau gehen ließe, welche in einigenStunden vielleicht so viel Arbeit machen würde, daß es amEnde nicht mehr möglich wäre, Einhalt zu thun.

In diesem Augenblicke, da er nach dem hinter Ka-tharina herabfallendeu Thnrvorhang schaute, hörte er einleichtes Knistern hinter sich, und sich umwendcnd gewahrteer Margarethe, welche den Vorhang aufhob, der vor demzu der Amme führenden Gange angebracht war. Mar-