Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
Seite
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Euer Bruder Nlengon."

Ah! ja, das ist wahr. Ich vergesse stets» daßich einen Bruder habe," umrmelte er bitter lachend.Und Ihr sagt, Madame,.

Daß er glücklicher Weise die materielle Seite derVerschwörung gegen Eure Majestät entdeckt habe. Aberwährend er, das unerfahrene Kind, nur die Spureneines gewöhnlichen ComvlotteS, nur die Beweise fürden beabsichtigten Streich des jungen Mannes suchte,suchte ich Beweise von einer viel ernsteren Thätigkeit,denn ich kenne das Gewicht des Geistes dieses Schuldi-gen,"

Oh! man sollte glauben, meine Mutter, Ihrsprächet von dem König von Navarra," sagte Karl,welcher wissen wollte, wie weit die florentinische Ver-stellung gehen würde.

Catharina schlug heuchlerisch die Augen nieder.

Ich habe ihn verhaften und wegen des fraglichenStreiches nach Vincennes führen lassen," fuhr der Königfort.Sollte er schuldiger seyn, als ich vermuthe?"

FühltJhr das Fieber, das Euch verzehrt?" fragteCatharina.

Ja, gewiß, Madame," crwiederte Karl dieStirne faltend.

Fühlt Ihr die brennende Hitze, die Euer Herzund Eure Eingeweide zernagt?"

Ja, Madame," antwortete Karl immer finstererwerdend.

Und die scharfen Kopfschmerzen, welche wie ebenso viele Pfeile durch Eure Augen fahren, um in EuerGehirn zu gelangen?"

Ja, ja, Madame. Oh! ich fühle Alles diesigOh! Ihr wißt mein Nebel gut zu beschreiben."

Das ist ganz einfach," versetzte die Florentinerin,schaut. . . . ."

Und sie zog unter ihrem Mantel einen Gegenstandhervor und reichte ihn dem König.