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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
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über die Maßen bis in die untersten Schichten hinab; die Herrschaft überden Stoff hat eine Ausdehnung gewonnen, wie es vor Zeiten Niemandauch nur zu ahnen vermochte; die Maschincnkraft verschlingt den Raumund meistert die Zeit. Es sei ferne von mir, ein Lobrcdncr der Vergangen-heit auf Kosten der Gegenwart zu werden, zu verkennen, was Letztere inseiner Art Großes leistet, oder die in ihr treibenden Potenzen und Fer-mente gering anzuschlagen, wie genau man freilich in letzterer Beziehungauch zuzuschcn hat, um nicht den Vcrwesungsprozcß mit dem Gährungs-Prozeffe zu verwechseln, indem dieselben in ihren Erscheinungen bekanntlichgar Vieles gemein haben. So viel aber ist sicher: dasjenige Feld, umLessen Bestellung cs sich hier handelt, liegt brach, oder cs wuchert dochnur Unkraut darauf. Seitdem die lebendige Einheit auseinander gefahrenist in Platten Materialismus und bodenlose Abstraction, ist die kunstbildendeKraft gebrochen, das heilige Feuer, welches dieselbe zu beleben hat, isterloschen, oder doch latent geworden. Die Aufgabe der Klöster nach dieserSeite hin ist demnach keine geringere, als sie damals war, wo dieselbenden ersten Impuls zu der großen Kunstcpoche gegeben, welche vier Jahr-hunderte umfaßt; die Schönheit, diejenige wenigstens vorerst, in welcherdie Braut Christi Prangt, muß wieder durch den Glauben vergeistigt wer-den; aus den Klöstern müssen abermals die Missionäre der acht kirchlichenKunst hcrvorgchen, alle Künste, von der Buchbindcrkunst an bis hinauszur Baukunst, wieder ihre Werkstätten in denselben aufschlagcn, die Einheitvon Wissenschaft und Kunst muß hier wieder begründet werden. Die infieberhafter Unruhe sich abzehrcndc Welt wird dazu nimmer im Stande sein;was ihr hauptsächlich fehlt, ist dasjenige, worauf der heilige Bencdictusvorzugsweise Gewicht gelegt, was er den Künstlern des von ihm gegrün-deten Ordens in seinen Statuten dicstm ewig bewundcrnswcrthen Denk-mal christlicher Weisheit, der größten philosophischen That dcS Mittelalters,wie Viollct-Le-Duc (a.a.O. S.242) sich auSdrückt einzig mit ausdrück-lichen Worten vorgeschriebe» hat die Demuth.*) Die Früchte jenerwunderbaren Vereinigung der Dcmuth mit dem Enthusiasmus waren dieRiesenwerke von Monte-Cassino, St. Gallen, Hirsau, Fulda, Tegernsee,das prachtvolle Clüny mit der größten Kirche der Christenheit und dasmajestätisch-strenge Cistcrz nebst einer endlosen Nachkommenschaft von Mo-numenten, in welchen die Schönheit mit der Erhabenheit gleichsam zu

*>^rtikices si sunt in monastcrio, cum omni Immililute et rcvcrcnlir laciant ipsassrtes, si permiserit ukkus. tzuoä si »li^uis ex cis cxloliitur pro scientiu urlis suuo eoguml videutur uli^uul conkerre monusterio, Ilio tulis eveilulur eil ipso orte, et denuo peccum non lrunseut, uisi körte Iiumilmto ei ilerum sbdus ^ukeul." LLVNI.

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