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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
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Orden. Wie sie einerseits den Menschen dem Himmel dienstbar zu ma-chen trachteten, so wußten sic andererseits die Erde dem Menschen zu un-terwerfen. Alle die im Verfolge so blühend gewordenen Abteien und Klö-ster erwuchsen auf dem Grunde der Arbeit, der Entsagung, des Opfers;alles Gute und Edle schoß an sie gleich wie an Krystallisationspunkte an.Die unübersehbare Masse von Kunstwerken, die großartigen wissenschaft-lichen Einrichtungen, die milden Stiftungen für jedes menschliche Elendkurz Alles, was sie schufen, hegten und Pflegten, legt unwidcrsprcchlichesZcugniß in dieser Beziehung ab. Kein Wanderer und kein Nothleidendcrwurde von der Klostcrpfortc abgcwiescn. Das Wort der h. Schrift:Wersich des Armen erbarmet, der leihet auf Wucher dein Herrn; er wird's ihmhinwiederum vergelten", bewahrheitete sich an den meisten Klöstern schonhicnicden. Sic wuchsen im Laufe der Zeiten so sehr an Reichthum undAnsehen, daß der Neid und in dessen Gefolge Habsucht und Mißgunst,namentlich unter den Größen erwachte, besonders als die von der Kirchevorzugwcisc gepflegten freiheitlichen Institutionen, zufolge der vom 15.Jahrhunderte ab sich immer mehr geltend machenden heidnischen Doctrinvon der Staatöomnipotenz und dem Absolutismus (,,Iex ost, cgmü griu-cipi glaonit"), das Feld räumen mußten und jede Selbstständigkeit denMachthabern schon als solche ein Dorn im Auge war, ganz insbesondereaber die Selbstständigkeit der Cvrporationen, zumal der religiösen. Auchinnere Gefahren knüpften sich an diese Blüthe, wie denn schon der heiligeBcrnard den prophetischen Ausspruch gcthan hatte: lloligio gegen>. ckivitias,86«! ülia devoiolnt matrom. Es läßt sich nicht läugncn, daß die Ordenvielfach ihren Beruf verkannt und ihren Feinden in die Hände gearbeitethaben. Der erste Anlauf der Revolution richtete sich denn auch gegen dieOrden; was ihrer Plünderung entging,säcularisirtc" demnächst die auö denSturmfluthcn wieder aufgctauchte Autorität. Diejenigen Klostcrgebäudc,welche durch ihre innere Einrichtung und ihre äußere Erscheinung zu er-kennen gaben, daß sic der NeuzeitRechnung zu tragen" gewußt hatten,wurden zu Kasernen oder Fabriken benutzt, die anderen auf den Abbruchverkauft und zumeist dem Erdboden gleich gemacht. Je nachdem sich Letz-teres mehr oder weniger rentirte, geben entweder noch aufrecht stehendeTrümmer oder unförmliche Schutthaufen Zcugniß von diesen ersten Pflanz-stätten der Cultur; Wind und Wetter Hausen darüber hin, um auch dieletzte Spur zu vertilgen. Wie hartnäckig und ausdauernd dieser Vcrtil-gungskricg von allen Seiten indcß auch geführt werden mochte, er konntedem Bedürfnisse nicht bcikommcn, welches die Klöster ins Leben geru-fen hatte. In das Herz des Menschen ist eine religiöse Fiber cingcwobcn,dicman nun einmal nicht auszurottcn vermag; so wenig wie der Glaube