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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
Entstehung
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geschehe cs auf Kosten der Solidität. So überdecke man beispielsweise dieSchicksale mit flachen, auf einer durch die Mitte gehenden Säulenreiheruhenden Gewölben, statt mit einem Holzplafond, oder man errichte imZusammenhang mit dem Schulhausc einen schuppenartigcn Bau von dereinfachsten Holzconstruction, welcher den Kindern beim Spielen und TurnenObdach gewährt, zugleich aber zum Aushängen von Tabellen, Bildern,Landkarten, Conduitentafcln und endlich auch zu größeren Versammlungenz. B. bei Schulprüfungen und Festlichkeiten benutzt werden könnte.

Die Wohnung des Lehrers, bei welcher ganz andere bauliche Rücksich-ten obwalten, als bei dem Schulhause, wird am besten selbstständig, jedochstets im Anschluß an letzteres hinzustcllcn sein. Je zwangloser und natür-licher die Anordnung solcher Complere ist, desto schöner gruppircn sic sich;man hüte sich daher ja vor den Balanxirkünstcn unserer Symmctriker, derenAesthetik sich in dem einen Satze rcsümirt, daß Alles schön ist, was aufder einen Seite grade so auösieht, wie auf der andern.

In der Mitte zwischen Kirche und Schulhaus steht das Missions-haus,.wie cs denn auch die Stelle beider zu vertrete» hat, wo die Mit-tel fehlen, um gleich für Gottesdienst und Unterricht Alles so hcrzurichtcn,wie es sich gehört, ein Fall, der besonders häufig in solchen GegendenAntritt, in welchen eine andere Confessio» entschieden vorherrscht. Manwird alsdann meist am besten thun, nicht mit der Kirche zu beginnen,sondern mit einem Schulhause in größerem Maßstabe, welches zugleich einenprovisorischen Raum zur Abhaltung des Gottesdienstes in sich befaßt. Einsolcher Bau behält stets seine» Werth und Nutzen, während eine mit un-zureichenden Mitteln errichtete Kirche im Verfolge nur ein Verdruß undeine Last für die Gemeinde wird und eine bessere nicht aufkommen läßt.Wo immer möglich, ist das Missionshaus so zu disponircn, daß es spätermit der Kirche in Verbindung gesetzt und die provisorische Capelle ander-weit verwendet werden kann. Dasselbe wird noch entschiedener als dasSchul- oder Pfarrhaus sich dem kirchlichen Style zuwcnden und sich auchäußerlich in srincr Doppclnatur anzukündigcn haben. Sehr geeignet zudiesem Zwecke erscheint ein sogen. Dachreiter, worin die Glocke ausgehängtwird, welche zum Gebete zusammenruft. Auch hier darf natürlich einHeiligenbild, ein christliches Emblem oder ein frommer Spruch auf derAußenseite nicht fehlen, eine Mahnung zugleich für die Gläubigen, daßsie niemals Anstand nehmen sollen, offen Bekenntniß abzulegcn. Der seineSinn für Kunst bedarf keines großen Aufwandes, um sich geltend zu ma-chen; im Gcgentheilc tritt derselbe grade da am glänzendsten hervor, woer mit Schwierigkeiten und Hindernissen zu kämpfen hat; die kleinsten