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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
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etwas nachsichtiger gestimmt, wenn sie vernehmen, daß in Frankreich selbstalle Gerichtssäle durch ein Bild des gekreuzigten Erlösers die von ihm ge-stiftete Religion proclamiren, ja daß sogar, wie in der alten stcifkatholischcnZeit, von den Gerichtshöfen das Justizjahr wieder stets mit einer feierlichenHciliggcistmesse begonnen wird. In der That gehört die Freigeistcrei nichteinmal mehr zum guten Gesellschaftstonc; die Garderobe der Encyclvpädi-sten ist nachgerade der Trödclbude verfallen.

Die Rücksichten der Zweckmäßigkeit und der Dauerhaftigkeit,welche unter allen Umständen die architektonische Schönheit mit bedingenhelfen, fallen bei einem Schulbaue doppelt ins Gewicht; der moderne Kar-tcnhausstyl ist nirgendwo übler angebracht, als hier. Jede Einzelheit solltesorgfältig erwogen, nichts für unerheblich erachtet werden. Einige kurzeRalhschläge mögen als Wegweiser dienen oder doch zum Nachdenken überdie einschlagcnden Punkte den Anstoß geben.

Das Schulhaüs sei einstöckig und erhalte ein steiles, durch vortretendcGiebel gebrochenes Dach. Es hat vielfache Jnconvenicnzcn im Gefolgt,wenn zwei oder mehrere Schulsäle übereinander angebracht sind. ZweiEingangsthürcn führen in das Schulhaus, die eine für den Lehrer, dieandere für die Schüler; das Licht falle in die Säle von der Linken zurRechten, nie gegen die Augen der Schüler; die Fensterbänke bringe man sohoch vom Boden an, daß man aus der Schule nicht auf die Straße sehenkann; die unteren Hälften der Fenster sind nicht zum Oeffncn cinzurichten.Die Säle sollten mindestens 15 Fuß hoch sein und die Balken der Pla-fonds vorstehcn; sogen. Jsolirwände und Vcntilationszügc von oben nachunten empfehlen sich gegen Feuchtigkeit und Ausdünstung der Wände; dieHeitzung erfolgt, wegen der Gleichmäßigkeit der Wärme, am zweckmäßigstendurch Kachelöfen, von kleinen Platten zusammengesetzt, und zwar von außen;die Luftheizung wirkt zu austrocknend. Zur Bediclung verwende manEichenholz; dasselbe ist am dauerhaftesten und am leichtesten rein zu halten.Aus demselben Holze sind auch die Möbel anzufcrtigen, bei welchen vorAllem auf Solidität gesehen werden muß. Die Schulbänke und Pulte,welche an den Fustbodcn zu befestigen sind, müssen durch Verzapfung, ohnealle Anwendnng von Nägeln, zusammcngcfügt werden. Auch auf dieDauerhaftigkeit alles Eisenwerkes ist ein besonderes Augenmerk zu richten:je einfacher und derber, desto besser. Es brauchen die Schulsäle nicht ver-schlossen zu werden: feststehende Klinken und Riegel genügen vollkommen;die Thüren sollen breiter als in den Wohnhäusern sein; die Schornsteine,von nicht mehr als 8 Zoll Durchmesser, sind von allem Holzwcrke fernezu halten u. s. w. u. s. w.

Wo die Mittel es gestatten, baue man reicher, kuüstvollcr, aber nie