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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
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einander von Gesicht kennen, theilcn sich in die verschiedenen Räume, heuteso, morgen, anders; cs ist daher auch recht und billig, wenn die ganzeFlachheit und Charakterlosigkeit des modernen Industrialismus, der in die-sen Verhältnissen seine schönsten Triumphe seiert, sich allcrwärts an denWänden abspicgcln und keinen Gedanken an irgend etwas Höheres aus-kommcn lassen. Um so entschiedener aber muß man sich von der anderenSeite gegen diesen Flugsand stemmen und das Traditionelle, Verharrendebetonen; je mechanischer die Welt sich gestaltet, desto prägnanter wird dieKirche sich als ein in sich abgeschlossener Organismus geltend zu machenhaben, in That und Wort, in Wissenschaft und Kunst.

Das Pfarrhaus, die Küster- und Lehrer-Wohnungen und das Schul-haus können unter sich und mit der in einiger Entfernung liegendenKirche zu einer höchst malerischen Gruppe verbunden werden, ohne daß einbesonderer Aufwand von Kunst und Geld dazu erforderlich ist. Wie dieSachen zur Zeit stehen, kommt der Schulbau meist am schlechtesten weg.Hier kann sich das büralistische Chabloncnwescn so recht in aller Behag-lichkeit breit machen. Der Communalbaumcistcr und sein Vorgesetzter habenda keine hemmenden Rücksichten auf Traditionen und Gebräuche, Pfarrerund Curie zu nehmen; Elfterer darf daher seinen Flug so hoch richten, alsseine Schwingen ihn nur immer tragen mögen, bis hinauf zu den lichtenRegionen dcö neuesten Eiscnbahnstyles. Da indcß meist die zu verbauendeSumme desSchweißes der Edlen" nicht wcrth ist, so schlägt die Sacheder Regel nach in das Gcgcnthcil um; für Bauern und Schuljungen, denktman, sei auch das Schlechteste gut und schön genug, wenn man es nurhübsch weiß übcrtünchc, und so ruinirt man denn die betreffenden Gemein-den doppelt und mehrfach, indem sie außer dein Ncubaue auch noch allepaar Jahre einen Restaurationsbau zu tragen bekommen, ganz abgesehenvon den Processen, die sich an derartige Unternehmungen zu knüpfen pfle-gen. Dazu noch das System der Vergantung der einzelnen Arbeiten undLieferungen an den Mindcstfordernden in Verbindung mit dem Brodncideund den localen Rivalitäten und endlich die Bildungsstufe der Handwerkerauf dem Lande!

Die tieferen Gründe dieses traurigen Zustandes sind freilich so leichtnicht zu beseitigen; die nachfolgenden praktischen Winke wollen denn auchlediglich in Betreff des einen oder anderen Punktes auf die Möglichkeiteiner Abhülfe hindcutcn.

Eine Gemeinde soll in solchem Falle sich nach der Decke strecken, undzwar nach ihrer Decke. Ist z. B. der Holzbau in ihr herkömmlich undbilliger, so baue sie auch ihr Schulhaus von Holz und zwar in dem üblichenbäuerlichen Style, ungekünstelt und ungeschminkt. Was sich aus einem