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Zweites Bändchen (1835) Falkland, Viertes Buch. Arasmanes
Entstehung
Seite
22
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hängen unsres Bettes wühlt, kann uns eine unser»Sinnen uvvernehmltche Botschaft dringen von Lippen,welche einst manchen Kuß auf die nnsrigen preßten.Warum übersckileicht uns zu Zeiten ein Schauer,eine Augst, so nberwäliigend und doch so unbeschreib-lich? Warum erbeben wir ohne Ursache und fühlenLaS warme Lebeneblut in seinem Laufe still stehen?Sind uns dann die Tobten nahe? Be,üh enuns im Dorüberschwirren überirdische Fittige? Pflegtunsre Seele einen Verkehr, den der Leib nicht tbeilt, ob-wohl er ihn empfindet, mit der übernatürlichen Weltwird sie theilhaftig geheimnißvoller Offenbarungen,unbegreiflicher Gemeinschaft, in einer schauerlichen,gewaltigen Sprache, die bis ius Innerste die fleisch-liche Scheidewand erschüttert, die den Geist vonseinen Etammgenoffen trennt?

Wie fürchterlich ist das Leben selbst das wirleben! Unser Wesen ist wie unter einer Wolke undwir sind ein Wunder für uns selbst. Es gibt keineneinzigen Gedanken, der seine festgesteckten Grenzenhätte. Wie Kreise im Wasser werden unsre Nach-forschungen schwacher je weiter sie gehen, und ver-schwinden am Ende in dem unermeßlichen, uner-gründlichen Raum der Ungeheuern Sfckre wo unserWissen auigeht. Wir sind wie Kinder im Dunkeln;wir zittern in einer schattenhaften, schrecklichenLeere, von unfern Einbildungen bevölkert; das Lebenist für uns wahrhafte Nacht, und der erste Schiin«