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Zweites Bändchen (1835) Falkland, Viertes Buch. Arasmanes
Entstehung
Seite
92
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Sechzehntes Kapitel.

Der Chaldäer war nicht mehr jung; die in. derWüste erduldeten Drangsale, verbunden mit desSorgen, welche währe d seines Aufenthalts in derStadt der goldneu Palläst- an ihm genagt, hatreuseiner Stirne und seinem Herzen die tiefen Spurenvorzeitigen Alters eingedrückt. Er fand sich im Besitzaller Hülst'quellet» des Genusses in einer Zeit, woman nicht mehr genießen kann. Er suchte sich jedochzu unterbauen durch die Geschäfte des Richrerstnhls,von welchem Jedermann mißvergnügt sich entfernte,und durch Festmahle, bei welchen die Höflinge überMangel au Pracht und das Volk über heillosenAufwand klagte. Durch die Erfahrung gewitzigtbefestigte er seine Krone dadurch, daß er dem Heerschmeichelte; und umgeben vou Ueppigkeit fühlte ersich geschützt durch die Gewalt.

Da kam an de» Hof des ArasmaneS ein sonder-barer Reisender; ein kleiner, alter Mann, von ein-fachem Aussehen aber großer Weisheit; in der Thatwar er Einer der berühmtesten Weisen des Ostens.Seine Unterhaltung obwohl schwirmüthig, hatte dengrößten Reitz für Arannaues, der es liebte sich gegenihn über die Mühen des Königthums und die Ab-geschmacktheit seines Lebens zu beklagen.Ach wieviel glücklkcher sind die NiedrigKehenden!" sagre derKönig,me viel glücklicher war ich in der Wüsten-Höhle, da ich Meiner Herden wariete und der süßen