mich von meinem Stamm losgesagt, wäre ich nichthieher ««flohen: dieß ruhmvolle Loos wäre das wei-nige gewesen; ich wäre der Beherrscher meinesStamms geworden, und hätte meine Tochter mitKönigen vermählt. Wunderst du dich jetzt noch,daß ich unruhig bin und daß mein Herz bekümmertist in mir?"
Und Arasmanes sah, daß der Weise nur darumsich über die Welt gestellt hatte, weil er von derWelt gekränkt war.
Und Ochror nährte den Mißmulh, den er gefaßt,bis zu seinem Todestag; und binnen drei Monatenvon dieser Nacht begrub ihn Arasmanes an derQuelle des einsamen Flusses.
Sechstes Kapitel.
Lchtors Tod und sein demselben vvrangegangnesGeständniß erschütterten Arasmanes tief. Er wachtegleichsam aus einem langen Schlaf anf. Die Ein-samkeit hakte ihren Zauber verloren unv er empfand,wie U»lhäkigkc>t für sich schon die Mutter der Reueseyn kann. „Wenn," dachte er. ,.ein so weiser undtiefer Geist wie Oä tor, so empfindlich war für dieElinuerungcn des Ehrgeitzes — wenn er am Randeder Gruft so bitter die Einsamkeit beklagte, in welcheer seine Jchre begraben hatte, und auf die ersteBotschaft aus der Welt hin, füblie, daß er dieVerheißungen und Kräfte seines Lebens verschwendethabe, um wie viel mehr wüüie ich solchen Gefühlen