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„Kann der Weise nicht kommen als bis da fortbist?" fragte Ararmanes.
„Nein, nicht bis zu meinem Tode,"/ antwortet«der Weise. Diese Antwort, versetzte die Seele desArasmanes in große Verwirrung. Zwar fand er anNichts io viel Vergnügungen als an der Gesellschaftseines Freundes — iie war sein einziger Trost; aberwenn er Eden, den Gegenstand seines ganzen Lebens,nicht besuchen sollte, als bis dieser Freund todt war,so war ihm dieser Gedanke höchst schmerzlich. Erfing an den Weisen al« einen Feind, als ein Hinder-niß, das ibn ovu dem Besitz seiner Wünsche trennte,zu betrachten. Er erkundigte sich j>den Morgennach der Gesundheit des Weisen; sie schien ganz un-verschämt dauerhaft. Zuletzt stiegen dem Chaldäeran« dem Verlangen nach dem Tode des Weisenschwarze Gedanken auf und er brsäuoß, ihn zu be-schleunigen. Eines Nachts fand man ihn todt inseinem Bette; er war auf Befehl des Königs er-würgt worden.
Neunzehntes Kapitel.
Gleich am nächste» Tage, als der König in sei-nem Divan saß, hörte man einen großen Lärmenvor d«r Thüre, und s-fort brach ein; Here, in wc ßeKleider von fremdem Zuschnitt, mit einem häßlichenund widerwärtigen Gesicht aus dem Hanfni hervorund eilte auf den König zu: „Sie wollten michnicht zu dir lassen, weil ich alt und nicht schön bin,"sagte sie mit schrillender und mißtönender Stimme,„aber ich bin schon früher an einem Köuigshvfrgewesen —
„Was begehrst du, Weib," sagte Arasmanesund fühlte bei dieser Frage einen Schauer sein Herzbeschleichen.
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