so
überkam ihn, so daß sein Fleisch erbebte, und jedesHaar auf s-inem Haupte rin eignes Leben bekommenzu haben schien; das Mark in seinen Gebeinen ge-rann und sein Blut wurde dicker und dicker, undgleichsam zu einer stehenden geronnenen Masse. Inwilder unauSiprecblicher Angst starrte er hinaus: dastand am fernsten Ende deS ZimmerS ein dämmerndesdünnes Gebilde wie Mondlicht, ohne bestimmtenUmriß und Gestaltung , ruhig, unkenntlich, schatten-hafr. Er stierte eS an', sprach - und bewegungslos;seine Sinne und Geisteskräfte schienen in unnatür-licher Verzuckung geschlossen. Aümälig wurde daSGebilde Heller und Heller vor seinem starren weit-aufgeribnen Auge. E> sah wie durch einen fluihendennebelartigen Schleier EmilienS Züge, aber wie ver-wandelt! eingefallen, farblos und erstorben, dieviederhängende Lippe, von der ein dunkelrotherTropfen wie Blut zu rinnen schien; daS bleierne,leblose Auge; die starre, schauerliche, gchrimnißvolleRuhe, die über der Erscheinung der Todten schwebt —Alles das wuchs gleichsam aus der umschließendenNebelwolke für einen kurzen Augenblick voll TodeS-schauer hervor und verschwand dann eben ss plötzlich.Der Zauber wich von seinen Sinnen. Mit einemlauten Schrei sprang er »om Bett auf. Alles warruhig. Keine Spur war übrig von der Erscheinung»die er gesehen. DaS schwache Sternenlicht beichtennoch die Stelle, wo die Erscheinung gestanden hatte:auf dieser Stelle stand auch er jetzt. Er stampfte