Hengst vor der brausenden Flnth zurück; tiefes Dunkellag auf dem Wasser, und der Reiter sah nicht die Steil-höhe des jenseitigen Ufers. Der Zuruf des Zigeunersschallte ihm lm Ohrs, wie das Geschrei der Verstorbenen,die er verlassen hatte. Er setzte'seinem widerstrebendenGaule die Sporen in die Weichen, und war im Gewässer.
„Fackeln her!" rief der Zigeuner. Nach wenigenMinuten war das Ufer von mehreren Kienbränden be-leuchtet, die jedoch fast augenblicklich durch den Regenerloschen. Doch gewahrte man bei dem verzuckcnden Licht-scheins, wie das edle Thier hinüberschwamm, und wieGvdolphin dasselbe znrücklenkte, weil er ans der Tiefedes Wassers abnahm, daß er die Furth verfehlt hatte.Weiter aber konnten die Träger der erloschenen Brändenichts erkennen, riefen jedoch dem Reiter zu, nicht dem Ortezu nahen, an welchem er in die Flnth gesprungen war.Wenige Minuten nachher hörten sie, .einige Elle» wettvon sich, wie der Gaul das rauhe und steile Ufer her-anklomm und wie unter seinen Hnftritten die Neste undZweige der Gesträuche knackten. Zn demselben Augen-blick auch glaubte» sie zu vernehmen, wie etwas Schwerestn's Wasser fiel; doch hielten sie's für einen Erdklumpen,der sich losgerissen hatte, und kehrten ln das Zelt in demWahne zurück, der Reiter sey glücklich der Gefahr entron-nen, der er sich so verwegen tu den Rachen gestürzt hatte.In der nämlichen Nacht langte Go.dolphtns Roß vor denPforten der Abtei an, wo Constanze nnrnhevoll, bleichund athemlos dem wilden Wetter ausgesetzt stand und dle