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„Beunruhige die Gräfin nicht," sagte Godolphinsehr leise und ruhig zu seinem Diener. „Führe mein Pferdvor das Hintere Gartenthor, und schicke den Ueberdringerdieses Briefes zu mir heraus"
Der Bote, ein rauher, etwa achtzehnjähriger Bau-ernbnrsch, erschien.
„Du brachtest diesen Brief hicher?"
„So that 'ch, 'r Gnaden."
„Von wem?"
„Na, von 'uer kuriosen fremden Frauensperson, dieim Wirthshaus drüben auf den Tod liegt. Sic wtrd'snicht lange mehr machen, Sir."
Krampfhaft faltete Godolphin seine Hände.
„Seit wie lange ist sie dort?" fragte er weiter.
„Sie kam erst vor zwei Stunden in einem Halbwa-gen an, und war so krank, daß wir gleich zum Doctorrannten: der aber sagt, sie erlebe den Morgen nichtwieder."
Einige Minuten lang ging Godolphin auf und ab,ohne ein Wort hcrvorbringen zu können. Der Bote standan der Thür, drehete seinen Hut und NNnderte sich undgaffte wie ein Dümmling.
„Kam sie allein?" lallte Godolphin endlich.
„Wie, 'r Gnaden?"^
„Ob Niemand mit ihr kam?"
„I ja doch! 'ne kleine Schwarze, und die war'sauch, die mich mit dem Brief fortschickte."
„DaS Pferd ist vorgeführt, Sir," sagte der wieder-