Druckschrift 
5 (1840)
Entstehung
Seite
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Me mit dem Suchen nach Glückseligkeit, ohne jemals dieNatur derselben zu erforschen. Wir gleichen einem Men-schen, der Bücher aller Nationen sammelt, und währender deren Sprachen nicht versteht, sich wundert, daß ihrInhalt ihm nicht gefällt!

Immer aber drängte sich vor Constanzens Geistcs-blick das düstre Bild der vereinsamten und gcheimnißvollenLucilla mit dem zerrütteten Hirn und dem zerschellten Le-bensglücke. Zu Zeiten stieg ihr während der kurzen Fahrtnach Schloß Wcndover die Erzählung ihres Gesprächesmit der unglücklichen Tochter Volkmans auf die Lippen;allein wenn sie dann ans das neu von Freude strahlendeAntlitz Gvdolphins blickte, wie sic solches so seit Jahrennicht gesehen hatte, konnte sic den Gedanken nicht ertra-gen, es durch den Schmerz verdüstert zu schauen, densolche Mittheilung ihm erzeugen müßte, und sic bebtedavor zurück, ihrem Herzen so kostbare Momente zuverbittern.

Alle ihre Bemühungen, Lucilla aufzufinden, warenumsonst gewesen; allein sie fühlte sich fortwährend vonder bangen Ahnung gequält, jene Entdeckung könnte jedenAugenblick, und zwar im Beiseyn Godolphins, gemachtwerden. Aengstlich hielt sie vor jedem Wirthshause au,vor welchem die Pferde getränkt oder gewechselt wurden;denn sie fürchtete, das trauervvlle, ernste Gesicht der Zei-chendeuterin mügte sich zeigen, und den Seelenfrieden zer-stören, in welchem Godolphin jetzt schwelgte.

Es war gegen Abend, äks der Wagen sich langsam