Druckschrift 
5 (1840)
Entstehung
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„Hm — wie Du willst."

„Es ist der Ort, ciu welchem Du mir zuerst sagtest,daß Du mich liebtest!"

Der Ton seines Weibes schlug die richtige Saiteseines Herzens an; er blickte auf und sah seiner Gattinthränenrwlle Augen, wie sie an ihm hafteten.

„Wie, Constanze!" sagte Gvdolphin sehr gerührt;„wer hätte gedacht, daß Du so thenre Erinnerungenhegtest?"

„Ach! wann werd' ich es denn vergessen? Damalsliebtest Du mich."

„Und ward abgcwiescn."

„Still! glaube ich doch jetzt, daß ich Unrecht that."

„Rein, Constanze, aber Unrecht thatcst Du an Dei-ner eigenen Glückseligkeit, daß Du die Abweisung nichterneuertest."

„Perch!"

„Constanze !" und in dem Tone, womit Gvdolphinihren Namen sprach, glaubte Constanze etwas Aufinun-terndcs zu vernehmen, und warf sich in des Gatten Arme,indem sie flüsterte: —

„Hab' ich beleidigt, so vergib mir; laß uns einan-der seyu, was wir ehedem waren."

Worte wie diese von den Lippen eines Weibes, der sozarte Bittweise, solch weibliches Sehnen nichts wenigerals gewöhnlich waren, gewannen sofort das ganze HerzGvdolphins. Er schloß die Gattin in die Arme, küßte sie