Druckschrift 
4 (1840)
Entstehung
Seite
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würden einander thenrer als in ihrer wärmsten Stundefrüherer Anhänglichkeit gewesen scy». Gestatten jedochEheleute in einem heitern und gcschäftvollcn Leben erstdaß eine anscheinende Gleichgültigkeit stch zwischen ihneneinschlcicht, so wird diese in tausend Fällen kaum Einmalwieder weggcschafst. Wie uni so mehr muß solches aberauf einen so wählerischen Gatte» wie Godolphin, nnd aufeine so stolze Gemahlin wie Constanze, anzuwcnden scyn!Znm Glück jedoch besaßen, wie schon erwähnt, Beide eintreffliches Gemüth; ste zankten niemals miteinander, nndihre Gleichgültigkeit schlug keine Wurzeln, Der Weltcrichienen ste als ein liebendes.Ehepaar, wie denn Ehe-paare es in der Welt so sind; und ihre Verbindung würdevon Nvchefoneanlt unter die sehr glücklichen Ehen gerech-net worden seyn — „i! nF- n ,,oint ,lo äälieioux/-

Mittlerweile bezcichnete, wie Constanze cs vorhcr-gesagt hatte, die politische Geschichte des Landes sich miteiner fortwährenden Hinneigung zu liberalen Meinungen.Mr. Canning war jetzt im Amte; die katholische Frageschwebte ans Mer Lippen; jene an und für sich so aristo-kratische Maßregel, die einen so starken Beweis liefert,wie wesentlich aristokratisch die geistige Beschaffenheit deroberen Bolksklassen war; jene Frage, die, wenn man sieabgesondert betrachtet, für die Wohlfahrt eines großenReiches als ganz eigentlich unwichtig erscheint — sie wardennoch der erste schwere Streich, der um der Meinungwillen gegen die Verfolgung geführt ward, und ans die-sem Lichte hatte Constanze dieselbe von jeher betrachtet.