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Godvlphin sank hin und begrub sein Gesicht in seineHände. Constanze hob den Brief auf. „Ja, lies nur!"sagte er mit hohler Stimme. Constanze las, und als siegelesen hatte, badete die sonst so stolze, hochsinnige Con-stanze, wie von wundersamen Gefühlen ergriffe», das'Schreiben mit ihren Thränen. Dies erquickte, diesrührte, dies tröstete ihren Gatten mehr als die innigstenTrostcSworte es vermögt habe» würden.
„Armes Mädchen!" sagte Constanze weinend,, „sodarf es nicht kommen: sic darf nicht in weiter Welt ihrerVerzweiflung hingcgeben bleiben. Laß uns nach Romgehen, mein Gemahl, und sie aufsnchen. Ich will sie über-reden, Das anznnehmcn, was sie aus Deiner Hand nichtempfangen will."
Godvlphin drückte seiner Gattin Hand, sprach abernicht. Beide begaben sich noch an demselben Tage nachNom; Lucilla aber war nach Livorno gegangen, wo sic sichnach einem der nordischen Häfen Europa's eingcschiffthatte. Wollte sie vielleicht nach der Heimath ihres Va-ters? Da Godvlphin nnd Constanze keine andere Hoff-nung als diese hegen konnten, gaben sie sich derselben einst-weilen hin.