Hände gerietst; er hatte keinen neuen Brief an Constanzegeschrieben. Wie seltsam mußte dieser, nach dem Geständ-nißanftrittc in der Syrenenhöhle, sein jetziges Benehmenerscheinen! keine Entschuldigung — keine Erklärung vonseiner Seite! und welche Erklärung sollte er jetzt geben?Die frühere Erklärung war jetzt nicht mehr nöthig, dennRedlichkeit und Gerechtigkeit heischten nicht mehr das ihnerwartende Glück -— die Liebe seiner frühverehrten Con-stanze zu fliehen! Aber konnte er mit seinem, über ein zer-rissenes Band blutenden Herzen ein neues Bündniß schlie-ßen? Aufgeregt, ruhelos, voll von Vorwürfen gegen sichselbst, unentschlossen und wie verwildert, konnte er keineGedanken ertragen, die Antworten auf tausend Fragenforderten; er entwich seinem freudelosen Zimmer nnd eiltemit fieberischem Pulse und brennenden Schläfen zu LadyDecrham,
„Gütiger Gott, Mr. Godvlphin, wie sehen Sieaus?" rief unwillkürlich dicWirthin — „Sie sind krank,"
„Krank? — Hahahä! Nie war mir wohlcr; aberich bin so eben von einer weiten Reise zurückgckehrt, habeseit drei Tagen und Nächten weder gegessen, noch geschlafen.Ich? Hahaha! ich bin nicht krank!" nnd mit stierem Fie-Lerblicke saß er da,
Lady Charlotte wich schaudernd zurück; Godolphi»fühlte, wie eine kalte, n<eiche Hand sich auf die seinigelegte; er wendete sich nnd das Besorgniß nnd Mitleidenblickende Antlitz Constanzens schwebte über ihm, Wie er-starrt saß er ein Weilchen da, dann führte er jene HandBnlwcrs Romane, I,XXX.