Druckschrift 
4 (1840)
Entstehung
Seite
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die Klosterpsörtnerin mit Kälte; „sie hegt gar nicht dieAbsicht lange hier zu bleiben/'

„Führen Sie meine Sache, ich bitte Sie!" rief Go-dolphin lebhaft. „Schaffen Sie sie mir zurück; lassen Sicmich sie nur einmal hier sprechen, und Sic fallen reichbelehnt —"

„Signor, Gott sey mit Ihnen!"

Gebeugt, schwermüthig und doch zu gleicher Zeitergrimmt, kehrte Godolphiu nach Rom zurück. Lncilla'sBrief ließ sein Herz bluten, wie au einer abgebrochenenPfeilspitze; allein die sinsire Entschlossenheit, mit der sie "sich weigerte, ihn zu sehen und zu sprechen, erschien demStolze des Mauneö als eine schwere, gefühllose Beleidi-gung. Ach! er wußte nicht, daß die arme Lucilla an demFenster ihrer Klause verstohlen zu ihm herabgeblickt, und ^daß sic mehr um seinetwillen als ihretwegen ihm die er-siehete Unterredung verweigert hatte. Sie konnte sich dieWonne nicht versagen, ihn wenigstens Einmal noch zusehen!

Er erreichte Rom. Auf seinem Tische fand er ein rBittet von Lady Charlotte Decrham, die ihm schrieb,vernommen zu haben, er beabsichtigte, Rom zu verlassen,und ihn bat, den Abschiedsabend bei ihr zuznbringen.

„Lady Erpingham," hieß es am Schluffe der Zuschrift,

„wird auch bei mir scyn."

Dies leitete ihn tu einen neuen Gedankengang. Seit ^Lucillens Flucht hatte Godolphiu nur Lncillens gedacht.

Wir müssen wie sein Schreiben an Constanze in Unrechte