Druckschrift 
4 (1840)
Entstehung
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finden, nach welcher Du trachtest. Du heischest zuviel, Du ersehnst Unmögliches und mußt also mißver-gnügt über die Wirklichkeit seyn. Was mir begegnetist, wird meiner Nebenbuhlerin — wird Dir Dein Lebe-lang begegnen müssen. Dein Wesen ist in der einen,Deine Seele in einer anderen Welt. Ach! wie thörigbin ich, als suchte ich in Deinem Wesen und nicht inUmständen das Geschick, das uns trennt."

„Ich eile zum Schlüsse. Ich fand Zuflucht hier imKloster. Suche mich nicht auf, folge mir nicht, ichflehe Dich an, ich beschwöre Dich! es würde doch zunichts führen. Zch will Dich nicht mehr sehen : schonist der Schleier zwischen mir und der Welt herabgezo-gen, und uns bleibt nichts übrig, als einander in Freund-lichkeit und Milde Lebewohl zu sagen. Lebewohl also!Mich dünkt, ich sey jetzt bei Dir; mir ist als berührtemein Odem Dein Antlitz, und als küßte ich Dich mitdem Kuß einer Schwester. Diese Benennung sollmir mindestens bleiben. Als wir im bleichen Morgen-lichte, che Du wegrcisetest, mitsammen standen, als ichdamals in Kummer und Thränen mein Gesteht an Dei-nem Busen barg, und sonder Ahnung dessen was kom-men würde, Dir meine Versicherungen ewiger Liebeund Treue anshanchte,— als Du zu dreien MalenDich von mir los rissest, und jedesmal wieder zu mirznrückkehrtest, und als ich dann durch den trostlosenFrühnebel Dir nachblickte und mir stundenlang «„bil-dete, Deine Abschiedsworte klängen noch mir im Ohr: