Druckschrift 
4 (1840)
Entstehung
Seite
33
Einzelbild herunterladen
 

33

wird Dich für Deine Freundlichkeit gegen die armeWaise segnen. Nimmer ward mir die Betrübnis?, einrauhes Wort von Dir zn hören, einen drohenden Blickvon Dir zn sehen. Gedenke ich der getrübten Vergan-genheit, so muß mich Wchmnth über jenen Zartsinn er-fassen, der nicht ans Liebe entsprang/'

„Geh, Gvdvlphin! Ich wiederhole diese Bitte in allerDemnth und Aufrichtigkeit. Zu ihr geh, die Tn liebst.Vielleicht so liebst wie ich Dich liebte; geh, und gibt esnoch ein Glück für mich, so kann ich es nur in DeinemGlücke fühle». Wir scheiden für Immer, doch ist nichtsUnfreundliches zwischen uns; Keines von uns hat demAndern einen Vorwurf zn machen. Hechc ich gesündigt,so that ich es gegen den Himmel, nicht gegen Dich;und Du — selbst gegen den Himmel war mein, nurmein alle Schuld — alle Voreiligkeit — alle Unbeson-nenheit! — Du wirst inDeine Hcimath — in jenesstolze England zurückkehrcn, über welches ich Dich jooft befragte, und welches selbst in Deinen Antworten mirals ein so kaltes, so trostloses, der Liebe so feindlich ge-sinntes Land erschien. Dort wirst, in neuem Bunde, Duneue Gegenstände kennen lernen, wirst zn geschäftig, zuglücklich sehn, um Deine Gedanken zn mir znrückzn-wenden. Zu glücklich? Nein! ich wollte ich könnte mircs so denken; doch habe ich, von der Tn glaubst, siekönne mit Tir nicht übcrcinstimmen, mindestens so weitin Dein Herz geblickt, daß ich fürchten muß, gestaltesich's wie cs wolle, Du werdest nie die Glückseligkeit