Druckschrift 
4 (1840)
Entstehung
Seite
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alles gesagt seyn würde, was sie selbst zur Stunde nicht zusagen vcrmogtc, Nachdem sie dies gcthan hatte, entschlichsie dem Zimmer, und gelangte unbemerkt auf die Straße,Ohne zu wissen und ohne zu beachten, wohin sie sichwendete, eilte sie gesenkten Blickes, und Gesicht und Gestaltln einen langen Mantel gehüllt, von dannen. Die Stra-ßen Roms sind nicht menschenreich wie die nnscrn; auchherrscht daselbst, ln einer sv vielen erhabenen Gegenstän-den gewciheten Stadt, nicht jene rastlose und pöbelhafteNeugier, durch welche das engländischc Publikum gequältwird, Zeder lebt dort in sich selber, nicht ln seinemNachbar;— Roms moralische Luft ist die Gleichgültigkeit,Ungehindert und unbeachtet also eilte Lucilla durchdie Gassen, bis sie endlich erschöpft, doch ohne sich ihrerBewegungen und der Dinge um sic her bewußt zu seyn,anfeines der nmherliegendenFragmente ehemaligen Stol-zes hinsank, deren Nom so manche ansznwcisen hat. DerOrt war einsam und ruhig, und ward von dem Schatteneines hinter ihm sich erhebenden Pallafleö verdüstert, Lu-cilla saß, ihr ans ihre Brust gesunkenes Haupt in denMantel gehüllt, und bemühete sich ihre Gedanken zusammeln. Da erklangen Töne einer Guitarre, und dieStraße entlang kam eine Gruppe wandernder Musiker,wie Italien sie noch als Typen früheren poetischen Geistesbesitzt. Die Gruppe machte vor einem Hänschen Halt,und Lucilla sah, als sic ausbllckte, wie ein junges Mäd-chen ein Licht, als ein wohlbekanntes Zeichen, vor dasFenster stellte, und dann entschlüpfte. Mittlerweile stand