Druckschrift 
4 (1840)
Entstehung
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Du verwarfst mich, nnd dennoch konntz ich nicht nonDir lassen. Dn wardst eines Andern — allein meineLiebe fiel nicht Non Dir ab. Deine Hand schrieb die Ge-schichte meines Lebens nach der Zeit, in welcher wirznsammengctroffcn waren. Dn herrschtest in meinemDenken, meinem Thun, lind jetzt, (Constanze, bist Dufrei, nnr ich liebe Dich inniger denn jemals! Und Du:Dn würdest mich jetzt nicht rerwerfen, denn Dn bistverständiger worden, und hast den Werth eines Herzenskennen gelernt. Dennoch will eben das Geschick, dasnns bisher schied, mich jetzt nns scheiden: alle Hinder-nisse sind zwischen nns beseitigt, bis ans Eines — vondiesem Einen sollst Dn hören nnd nrthcilen.

„Als vor Jahren wir von einander schieden. Eon-stanze, unterwarf ich-mich nicht gezähmt der brennendenErinnernng, die Du mir überantwortetest: ich snchteDein Bild ;n scheuchen, snchte Dich, indem ich nmAndere warb, zu vergessen. Branche ich Dir'zn sagen,dass eine Andere kennen, nichts weiter war, als Deinermich nnr um so metzr zu erinnern? Unter den anderennnd ungleich minder würdigen Gegenstände» meinerNeigungen war aber Eine, die ich, trenn ich Dich nichtzuvor gesehen hätte, Wohl eben so innig als Dich würdehaben lieben können: und in der ersten Aufwallung desHerzens, nnd im Drange vlötzlichcr Ergebnisse bildeteich mir ein, das: ich diese Eine wirklich so liebte. Eiewar eine Waise, ein Kind an Jahren, fremd der Welt.Und ich war ihr Alles — bin ihr Alles, nicht ist sie

Wnlw-r'ö Romane. I.XXX. u