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Entschuldigungen zu Aufschub. Wir können demnach unsnicht wundern, daß sie ein zunehmendes Verlangen fühlte,ihrem Brief nach Rom zu folgen; und wenn sie auch, ausFurcht, dem Geliebten dadurch zu mißfallen, die Ausfüh-rung dieses im Sinne hegenden Schrittes unterließ, hofftesie doch von GvdvlphinS Zartgefühl, daß solches Mißfallennicht lange würde anhalten können. Bei alldem war derSchritt kühn, und Lucilla liebte innig genug um schüchternzu seyn, Zudem ließ ihre llnerfahrenheit sie die Reise fürungleich erheblicher ansehen, als diese wirklich war,
Inden, sie über das Ja und Nein dieser Angelegen-heit mit sich zu Nathe ging, blätterte sie in den Büchern,mitdeuen sie sich zcithcr so angelegentlich beschäftigt hatte,und siehe da! aus einem derselben fiel ei» Blatt heraus,das, als sie es betrachtete, jene Zeichnung enthielt, die,wie der Leser sich erinnern wird, der Nsirvlog seiner Tochterals rin Zaubermittel gezeigt hatte, sich prophetische Träumein Bezug auf eine geliebte Person oder wichtige Angele-genheit zu verschaffen. Beim Anblicke der geheimnißvollenZeichnung erinnerte Lucilla sich ihres deshalb mit ihremVater gehabten Gespräches, und sie beschloß, noch in dernämlichen Nacht die Wirksamkeit des Zaubers zu prüfen,nach welchem sie damals sich so angelegentlich erkundigthatte. Hingenommen von dieser chimärischen Täuschungsehnte sie sich nach dem Herannahen der Nacht. Oft undimmer wieder betrachtete sie die seltsamen Figuren auf demZauberblatte, dessen Seltsamkeit ihr, ziemlich natürlich,eine» festen Glauben an die Wirksamkeit desselben ein-