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Als Godolphin dies gewahrte, that er es ebenfalls, unddie Zuschauer gaben ihren Beifall ungleich lauter zu erken-nen, als es senst wohl in gebildeter Gesellschaft zu ge-schehen pflegt.
Sobald Godolphin tnnehielt, begegneten seine Augendem Blicke Constanzens. Es gewahrte in diesem nicht denAusdruck, den er erwartet hatte; nichts sah er in ihmvon dem Verdruß der Eifersucht, nicht die Unflätigkeit be-leidigter Eitelkeit, auch nicht das Verlangen nach Aussöh-nung nahm er in jenen großen, sprechenden Augen wahr.Ein tiefes, durchdringendes, trauervvllcs Forschen schienin des Mädchens Blick zu schmachten — schien sich ihmins Herz zu senken, um zu entdecken, ob sie dort Machthätte, zu verwunden, oder ob er und sie gleichmäßig ge-täuscht wären; so wenigstens deutete Godolphin sich Con-stanzens starren und wehmuthvollen Jmrigkeitblick. Go-dolphin wendete sich plötzlich von Lady Margarethen ab,und stand alsdann vor Constanzen.
„Der heutige Abend muß entzückend für Sie seyn,"sagte er bitter: „Wohin ich mich wende, hör' ich IhrLob. Jeder bewundert Sie-, und er, der Sie wenigerbewundert, als verehrt — er allein fühlt sich unterIhrer Beachtung; er, der Armgebvrene, darf freilichnicht nach dem hinaustreben, was betitelte und überreicheDümmlinge fordern zu dürfen scheinen -— die Hand Con-stanze Bernons."
Godolphin sprach dies in leisem und ruhigem ToneConstanze erbleichte; ihre Gestalt erbebte; doch antwortete