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jährlich wurden ihm von den Zinsen seiner Zwanzigtau-send während seiner Minderjährigkeit ausgesetzt. Damitkonnte er eine anständige Rolle, wenn nicht als ei» eng-lischer vornehmer Herr, doch als ein Weltbürger spielen.Kaum sechszehn Jahre alt, doch mit einem durch früh-zeitige Unabhängigkeit halb ausgebildetcn, aber auch halbentnervten Charakter, sah der junge Godvlphin wie Eng-lands Ufer hinter ihm zurückwichen und fühlte sich alleinin der weiten Welt — Herr seines eigenen Geschickes.
Zehntes Kapitel.
Constanzen-? Ausbildung.
Mittlerweile wuchs Constanze Vernon zur Jungfrauund Schönheit heran. Alles um sic her trug dazu bei,das düstre Erinnern, das ihr durch die Worte ihres ster-benden Vaters eingeflößt worden war, in ihr wach zuerhalten. Von Natur stolz, schnellanffaffcnd, und em-pfänglich, begegnete sie Verletzungen, , wie bloS zufälligdiese oft auch sehn mogten, mit einem ticfwurzclnden, brü-tenden Grolle. Das verlassene und abhängige Mädchenmußte allerdings manchen bitter» Beweis erfahren, wieihre Lage in einer Welt nicht vergessen worden war, inwelcher Rang und Reichthnm für Cardinaltugendengelten. Manches Geflüster, manches absichtliche Bciseite-wort drang in Constanzens hoffärtiges Ohr und ließ