Druckschrift 
1 (1840)
Entstehung
Seite
96
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Eonstanzen entsagen? Nun, was ist's denn weiter?Bloser Verlust eines Frauenzimmers!"

Sv endete das Gespräch, das ein Mensch mit sichselber hielt, der kaum zum Jünglingsalter gelangt war.Die Welt gibt »ns zeitig ihre letzten Lehren; dann aber,sobald nichts in uns ist, das uns ihre Weisheit uns an-eignen läßt, Wender sie den Rest unserer Tage dazu an,uns Alles, was sic früher uns lehrte, vergessen zu machen.

Mittlerweile uahcte der Tag heran, an welchem LordErpingham auf Schloß Wendover eintretcu sollte. End-lich war dieser Tag da. Voll von dem natürlichen Ver-langen der Gesellschaft ihres Sohnes sich so ausschließllchals möglich zu erfreue», hatte Lady Erpingham für denTag seiner Ankunft keine Gäste gebeten. Des Grafenschwerfälliger Reisewagen rollte donnernd über den Schloß-Hof, und nach wenigen Minute» stieg ein langer Mann,in der Blüthe seiner Jahre, aus, entlehnte eine seinerGestalt zum Vortheil gereichende Wirkung von einem lan-gen, pelzverbrämten Sammetmantel, trat in das Zimmerund — Lady Erpingham umarmte ihren Sohn, Dasfreundliche und vertrauliche Wese», womit er ihre Fra-gen beantwortete, und ihre Glückwünsche hinnahm, än-derte sich ein wenig, als er plötzlich Eonstanze Vernongewahrte, Lord Erpinghäm war ein kalter Mensch, undschämte, wie alle kalten Menschen, sich einer Aenßerungvon Herzlichkeit, Er begrüßte Constanze sehr abgemessenund, wie es dem Mädchen vorkam, sehr obenhin; dennochwendeten seine Blicke sich öfters zu ihr, als irgend ein