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und etwas hart erschien, in gewissem Maße jedoch ihrHerz belogen haben dürfte; denn als das Mädchen sichdem Mondlichtc zuwendete, sah man, daß, obschon sienicht weinte, ihr die Thränen in den Augen standen,und am Zucken ihrer Oberlippe hätte man wahrnehmenmögen, wie ein kleines Zaudern im Erwiedern einer vondem Kranken gemachten Bemerkung nur dadurch entstand,daß das Mädchen ihren Herzensregungen nicht gebietenkonnte.
„Constanze," sprach der Leidende nach einer Pause,während welcher er ruhigen Herzens zu dem milden Nacht-himmel aufgeblickt zu haben schien, der blau und beredtvon Sternen durch das Fenster gesehen werden konnte —„Constanze, die Stunde nahet heran; ich fühle es an un-verkennbaren Vorzeichen. Ich werde in dieser Nachtsterben." ^
„O Gott! mein Vater — mein theurer Vater!" er-scholl es von Constanzens Lippen; „rede nicht so — thu'snicht; ich will zum Arzt —"
„Nicht doch, Kind, nicht! Ich Haffe, ich verabscheuejeden Gedanken an Hülfe. Man weigerte sie mir, als esnoch Zeit dazu war. Man stellte es in meine Wahl zuverhungern, oder in einem Kerker zu verfaulen, oder michzu erhängen! Man verließ mich wie einen Hund — undwie ein Hund will ich sterben!"
Ein heftiger Brustkrampf hemmte hier das Redendes Kranken; und als durch einen Löffel voll Arznei undseiner Tochter Pflege und Fürsorge er sich wieder erholte,