8
fuhr er leiseren Tones und mindernngestüm fort: „Istunten Alles ruhig, Constanze? Sind Alle zu Bett — dieHauswirthin — die Mägde — die Hausgenossen?"„Alle, mein Vater."
„Nun dann, so werd' ich in Ruhe sterben. DemHimmel seh Dank, daß Du meine einzige Wärterin undPflegerin bist. Ich erinnere mich des Tages, an welchemich nach einer ihrer plumpen Ausschweifungen erkrankte;nun! da sie am Abend jenes Tages meiner bedurften, umeine ihrer erbärmlichen Maßregeln -— ihrer parlamenta-rischen Maßregeln zu unterstützen,' nun stehe! da fühlteein Prinz mir den Puls, ein Dutzend Grafen schicktenmir ihre Leibärzte, und ein Herzog löffelte mir die Arzneiein. Ich war ihnen damals von Nutzen — ich Armer!Lies mir nochmal jenes Billet vor, Constanze —Flam-borvugh's Billet. Zauderst Du? Du sollst eS lesen,sag' ich."
Bebend kam Constanze dem Befehl nach, und laSwie folgt: —
„Mein lieber Vernon,
Ich bin fürwahr »u «iese^poir über Ihre traurigeLage, und herzlich leid thnt es mir, Ihnen nicht bei-stehcn zu können. Sie kennen inzwischen meine be-schränkten Umstände. Apropos, gestern sprach ich Se.Königs. Hoheit. „Der arme Vernon!" sagte er zumir, „sollten hundert Pfund ihm wohl nützen kön-nen?" Sehen Sie, ino» ober, so vergessen wirIhrer nicht. Ach! wie vermissen wir Sie im Beef-