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7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
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Feindseligkeiten in Syrien.

durch ein Dorf zog, mehr sicher war gegen die Plünderun- ^-^r.gen der Bauern, und jede Anhöhe, jedes Thal und jederdurch Natur oder Kunst befestigte Ort zahlreichen Räuberban-den zum Aufenthalte dienten. Dieser Zustand der Dingenvthigte den Sultan, den Waffenstillstand mit den Christenzu erneuern

eines Ermordeten nach morgenländi-scher Sitte bezahlt werden muhte, inden Fällen, In welchen eine ganzeFamilie ermordet und mithin keinErbe vorhanden war, an den Schatzdes Sultans entrichtet werden sollte.Auch sollten dis Diebe gezwungenwerden, dis gestohlenen Güter, derenEigenthümer nicht ermittelt werdenkonnten, an den Schatz des Sul-tans abzugeben. Diese Verordnun-gen brachten nach Makrisi dem Schatzebeträchtliche Summen ein. Diejeni-gen, welche solche Näubereyen vor-nehmlich in dem Gebiete von Neapo-lis und der Gegend von Joppe übten,waren nach demselben SchriftstellerBauern und Hirten, welche der Sul-tan lieber auf diese milde Weise stra-fen als auSrotten wollte, weil eSübrigens nützliche Leute waren, wel-che ansehnliche Hecrden unterhielten:jedoch diente» sie auch den Frankenals Ausspäher- Ueiimuck Lxtrails1>. 488- 48Z.

Zgs Iwinaust Lxkirite x. 4 §o. Die-ses Waffenstillstandes, über welchenkeine Nachricht bei) den abendländi-schen Schriftstellern sich findet, gedenktEbn Ferath ast a. 6Ü2 (vom 3. Nov.I2Ü3 bis zum 02. Okt, I3öq) bei) fol-gender Veranlassung, Oer Sultanerhielt nach der Erzählung diesesSchriftstellers (Handschr. der k. k.Hofbibliothck zu Wien lkom. VI. x. 21)die Nachricht, das die Franken ausVII. Band.

dem Lande des ISlam einen Raubhinweggeführt batten, was ihn sehrverdross; er befahl also seinen Statt-haltern in Syrien, diesen Raub zu-rückzufordcrn. Bald darauf erhielter ein Schreiben des Emirs Nasered-din, welches meldete, daß die Fran-ken den Raub, welcher aus vielen Ein-wohnern des Landes und Lastthierenbestand, zurückgegeben hätten. AlSnämlich dieser Emir von dem Hülss-gefchrey der Männer und Weiber unddem Weinen der Kinder eine solcheMeldung erhielt, welche Steine hätterühren mögen: so sandte er sofort ei-nen Abgeordneten an die Frankenund ließ ihnen sagen: wir habeneuch aus eure Bitte einen Waffen-stillstand auf so lange Zelt, als ihrwünschtet, gewährt, und dieser Raubist von euch mitten im Waffenstill-stands begangen worden." Hieraufsandten die Franken de» Destr von

Cäsarea "w wegen

dieses Vorfalls sich zu entschuldigen:Nasercddin nahm aber diesen Wesirfest und entließ ihn nicht eher, alS nach-dem er den ganzen Raub herbeygs-schafft hatte. Die Dauer dieses Waf-fenstillstandes wird nirgends angege-ben. Zu der Zeit, als dem PapsteUrban Nachricht von den Feindselig-keiten des Sultanü Bibarü gegebenwurde, war der Waffenstillstand ge-wiß noch nicht geschloffen: deshalb

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