462 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap.XIV.
einigen Tagen verließ der Sultan mit seinen auserlesenstenScharen in der Nacht sein Lager am Berge Tabor, um dieChristen aiizngreifen, welche auf einer Anhöhe bey Ptole-rq.Aprnma'6 3°) j„ einem verschanzten Lager standen. Der Sultanordnete, sobald er dem christlichen Lager sich genähert hatte,seine Scharen zum Angriffe; die von den Christen besetzteAnhöhe wurde von den Saracenen, welche der Sultan durchseinen Zuspruch ermunterte und durch das Deyspiel seineseigenen Eifers und seiner Unerschrockenheit begeisterte, unterdem Schlachtrufe: Gott ist groß, erstiegen; die Fakirs undMönche, welche das Heer des Sultans begleiteten, so wiedie Sklaven eilten herbey, um die Gräben des christlichenLagers auszufüllen; und die Kreuzfahrer wurden aus ihrenVerschanznngen vertrieben und genöthigt, in die Stadt Pto-lemais sich zurückzuzichen. Hierauf wurden die Umgebungendieser Stadt von den Scharen des Sultans schrecklich ver-wüstet, die Bäume abgehauen, und die Häuser verbrannt.iz.ApruAm folgenden Tage rückte Bibars mit seinem Heere bisan die Thore von Ptolemais, bemächtigte sich des Kirch-hofs des heiligen Nikolaus und unternahm eine allgemeineBestürmung der Stadt; ein Theil der Christen, welche unge-achtet ihrer geringen Zahl es wagten, außerhalb der Mauernden Feinden sich entgegen zu stellen, wurde in die Gräbengestürzt, andere wurden an den Thoren erschlagen^), undselbst der Statthalter Gottfried von Sergincs und viele anderetapfere Ritter und Serjanten empfingen in diesem Kampfe
damals auch das Kloster von Bethle-
III 1 M) durch die Saracenen zerstört.
Zv) Hielt ol-toänl. Makriü beyNeinaud x. 489- Auch Bohaeddin
erwäluit tvita Salrciiul x. löi) die,
ses Hügels als ganz nahe den Zeltender Kreuzfahrer, welche im Jahrs iigiPtolemais belagerten.
ziZ Makrisi bey Neinaud a. a. O-Wgl. Lyislota Ilrdani IV. bey Nai>»alduS a> a. O. §. 8.