Der Sultan Bibars Bondokdar. 427
wandel gab Bibars seinen Unterthancn ein löbliches Bey-spiel; er hielt keine Veyschlaferinnen, haßte und verabscheureunnatürliche Laster und begnügte sich mir vier Ehegattinnen,deren Eine, welche den Sultan auf allen seinen Reisen be-gleitete, eine Christin aus Antiochien war; und selbst christ-liche Nachrichten geben ihm das Zeugniß, daß er nicht nurgerecht gegen die Muselmänner war, sondern auch seinenchristlichen Unterthancn niemals ihr Recht versagte, und denMönchen des Berges Sinai und anderer christlicher Klösterseines Reichs manche Gnadenbezeigungen gewahrte'").
Der Sultan Bibars war ungeachtet der Strenge undGrausamkeit, welche in seinem Charakter vorherrschten, den-noch empfänglich für das Gefühl der Freundschaft. Als imJahre 1266 der Sohn des Königs Haithon von Armenienin die Gefangenschaft des Sultans gerathen war, und derKönig Haithon um die Freylaffnng seines Sohns angele-gentlich bat: so gedachte Bibars seines Freundes, des EmirsSankor alaschkar, welcher bey der Eroberung von Halebdurch Hnlaku in die Gefangenschaft der Mogolcn gerathenwar, und er sagte dem armenischen Könige die Freylassungseines SohneS nur unter der Bedingung zu, daß derselbeaußer der Ueberlieferung einiger festen Platze die Vefreyungjenes Emirs bey dem Chan der Mogolcn erwirkte. Der
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man dem Sultan bemerkte, daß seine
Vorgänger von den Steuern, welchevon den Welnschenken und Fraucn-häuscrn bezahlt würden, Zvoo Söld-ner unterhalten hätten, so gab er zurAntwort, daß er lieber wenige ent-haltsame Soldaten haben wollte, alsviele dem Trünke und der Sinnlich-keit ergebene. Wilhelm von Tripolisschrieb seine Nachrichten Im Jahre1273 nieder.
14) 6iiit. Irixolit. 1. o.